Abschied vom Tick-Tock: Das bringen Intels Kaby Lake-CPUs

Mit der siebten Generation seiner Core i-Prozessoren geht Intel neue Wege und gibt das Tick-Tock-Schema auf. Während sich der Leistungszuwachs bei den Topmodellen in Grenzen hält, machen vor allem die günstigen Pentiums einen großen Schritt nach vorne.

Grafik-Schub

Aus Iris Pro wird mit Kaby Lake nun Iris Plus
(Foto: Intel)

Eine der spürbarsten Veränderungen ist bei den Kaby Lake-Prozessoren auf Seiten der integrierten Grafik zu verzeichnen. Die neue Intel »HD Graphics 630« in den vollwertigen Core i-Modellen liefert deutlich mehr Leistung als die Vorgänger und ist stark genug, um auch Displays mit 4K-Auflösung beliefern zu können. Dafür bringt sie auch einige neue Hardware-Decoder mit, etwa für HEVC mit 4K in 10 Bit (HDR) sowie für VP9. Darüber hinaus sind die neuen integrierten GPUs für das Hardware-DRM »PlayReady 3.0 SL3000« gerüstet, das einige Streaming-Anbieter wie Netflix für die Nutzung von 4K-Inhalten voraussetzen.

Wie auch schon bei den Vorgängern, gibt es auch bei Kaby Lake außerdem wieder einige sparsame mobile CPUs mit besonders viel Grafikpower. Aus den »Iris Pro«-Chips sind nun allerdings »Iris Plus 650« geworden. Von diesen Neuerungen profitieren vor allem mobile Geräte ohne dedizierte Grafikkarte, da die CPU entlastet und so der Akku geschont wird. Erste Notebooks mit 4K-Auflösung sind bereits für dieses Jahr angekündigt.

Um auch auf dem Desktop in den vollen 4K-Genuß kommen zu können, fehlt den neuen Intel-Prozessoren schlichtweg die Unterstützung für einen nativen HDMI 2.0-Port. Abhilfe schafft ein Adapter oder integrierter Wandler vom Displayport auf den neuen HDMI-Standard. Hier hat Konkurrent AMD klar die Nase vorne, was insbesondere von HTPC-Nutzern kritisiert wird. Ähnlich sieht es auch bei der Unterstützung für den neuen USB-Standard 3.1 aus. Hier müssen sich Hersteller und Intel-Nutzer weiterhin mit einem extra Controller für SuperSpeed+ oder auch Thunderbolt 3 behelfen, oder auf die nächste Prozessorgeneration warten.