Dexxit-Vertriebschef Hans-Jürgen Schneider im CRN-Interview: Nicht jeder Produkttrend lässt sich auch vermarkten

Auf der CES gab es auch dieses Jahr spektakuläre Neuheiten zu sehen. CRN sprach mit Hans-Jürgen Schneider, Vertriebsleiter Dexxit, darüber, ob und wann Trends, wie Roboter oder Virtual Reality im Handel ankommen und wie Reseller damit Geschäfte machen können.

Dexxit-Vertriebschef Hans-Jürgen Schneider
(Foto: CRN)

CRN: Was sind für Sie die heißesten Neuheiten der CES?

Hans-Jürgen Schneider: Ich erwarte natürlich vor allem in unseren angestammten Bereichen Telekommunikation sowie TV und Digital Imaging die heißesten Neuigkeiten. Aber auch bei diesen CES-Novitäten zählt auf Dauer die gute Vermarktbarkeit – für uns als Distributoren und für unsere Handelskunden. Somit entscheiden letztendlich die Kunden, welche Messe-Highlights zu wirklichen Trendprodukten werden.

CRN: Mit welchen Produkten macht der Fachhandel schon heute gute Geschäfte und mit welchen sollte er sich jetzt schon mal beschäftigen?

Schneider: Schon heute kann der Fachhandel im Bereich Drohnen und Wearables gute bis sehr gute Geschäfte machen. Die Nachfrage wird in Zukunft dank Modellvielfalt und neuen Features noch weiter wachsen. Wer sich noch nicht mit Virtual Reality auseinandergesetzt hat, sollte das nun tun, denn der Markt nimmt zunehmend Fahrt auf. Zahlreiche attraktive Produkte und Zubehöre für die Bereiche Gaming, Actioncams, New Imaging sorgen für anhaltendes Kundeninteresse.

CRN: Mit welchen Hype-Produkten ist in absehbarer Zeit kein nennenswertes Geschäft zu machen?

Schneider: Da der 3D-Druck noch viel zu komplex ist, brauchen alle Marktteilnehmer Geduld und Durchhaltevermögen. Denn hier fehlen bislang vernünftige und tragfähige Vertriebskonzepte. Wir sind im Bereich 3D-Druck schon sehr früh aktiv gewesen, wussten aber auch von Anfang an, dass ein wirtschaftlicher Erfolg in diesem Marktsegment eher einem 90 Kilometer-langen »Wasa-Lauf« ähnelt als einem klassischen Marathon.

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