Umsatz stagniert: Metro klagt über Weihnachtsquartal bei Media-Saturn

Die Flächenmärkte Media Markt und Saturn treten auf der Stelle. Lichtblick der Metro-Töchter ist das Internetgeschäft – trotz der Krise von Redcoon.

Online bestellt, vor Ort abgeholt: Die Verzahung der Filialen mit dem Online-Geschäft gefällt Kunden
(Foto: MSH Holding)

Die Metro Gruppe meldet in allen Geschäftsbereichen stagnierende Umsätze. Im ersten Quartal des Metro-Geschäftsjahres 2016/17 konnte keine der Vertriebslinien ein Plus verbuchen. Das Elektronikgeschäft von Media Markt und Saturn verzeichnete - flächenbereinigt - Erlöse auf Vorjahresniveau von 6,9 Milliarden Euro.

Ausschlagbebend war der schlechte Monat Dezember. Vorgezogene Käufe, vor allem am Black Friday, hätten zu einer »Entzerrung des Weihnachtsgeschäfts« geführt, bei gleichzeitigem »positiven Nachlaufeffekt in der ersten Januarwoche«, wie es im Zwischenbericht der Metro heißt.

Das Online-Geschäft der Elektroniksparte verlief dagegen gut. Für MSH meldet die Metro ein Plus von 25 Prozent, obwohl man fünf Internetseiten der kriselnden Tochtergesellschaft Redcoon abgeschaltet habe. Als einen der Treiber im E-Commerce habe sich die Abholung online bestellter Waren in den Filialen erwiesen.

Stark zugelegt habe auch das Dienstleistungsgeschäft bei Media Markt und Saturn. Die Erlöse mit Reparaturen und Installationsservices sowie Garantieverlängerungen seien Metro zufolge zweistellig gewachsen. Weniger Umsätze als im Vorjahr erzielte man mit Produkten für Entertainment, Foto und IT-Hardware. Dagegen seien die Erlöse mit Smartphones, Weißer Ware und TV-Geräten gestiegen.

Metro-Chef Olaf Koch sprach von einem »soliden« Quartal. Voraussichtlich Mitte dieses Jahres wird der Handelskonzern die Aktivitäten der MSH Gruppe von seinem Lebensmittelgeschäft Real und den Großmärkten (Cash&Carry) abspalten (CRN berichtete).