eco Jahresrückblick 2016: Das waren die Digitaltrends 2016

In seinem Jahresrückblick zieht der eco-Verband eine teils nüchternde Bilanz. Vor allem eine zunehmende staatliche Überwachung des Internets beklagt die Internetwirtschaft. Dagegen begrüßt der Verband erste Initiativen, welche die digitale Bildung in Deutschland verbessern sollen.

(Foto: rudall30 - Fotolia)

Cyberattacken, Fake News, Social Bots und immer wieder Big Data: Das sind nur einige der Schlagworte, die laut eco — Verband der Internetwirtschaft — das Digitaljahr 2016 geprägt haben. Insgesamt spricht der Verband von einem ambivalenten Jahr für die Digitalwirtschaft zwischen neuen restriktiven Regeln im Bereich der Cybersicherheit aber auch zukunftsweisenden Vorstößen vor allem im Bereich der digitalen Bildung und Arbeiten 4.0.

»Es herrscht eine große Verunsicherung in Gesellschaft und Politik, die sich leider allzu häufig in einer massiven Internet-Skepsis manifestiert, der die Überzeugung zugrunde liegt, das Internet sei in gewisser Weise der größte Unsicherheitsfaktor unserer Zeit«, so das nüchterne Fazit von eco-Vorstand für Politik und Recht Oliver Süme. Dies habe auch damit zu tun, dass netzpolitische Debatten aktuell stark von innenpolitischen Erwägungen bestimmt würden. »In der Politik mündet diese Verunsicherung in einer Tendenz zu immer drastischeren Regulierungs- und Überwachungsbestrebungen«, so der eco-Vorstand. Für Süme aber bietet die Digitalisierung enorme Chancen für Wirtschaft und Gesellschaft, die auf den Grundprinzipien der Offenheit und Freiheit im Internet basieren. »Eine zukunftsgerichtete Digitalpolitik sollte Rahmenbedingungen dafür schaffen, die Chancen der Digitalisierung in unternehmerisches Handeln zum Wohle aller umzusetzen. Absolute Kontrolle gibt es weder im noch außerhalb des Internets und sollte daher auch nicht zum Credo der Digitalpolitik werden«, appelliert Süme.

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