Nach der Insolvenzanmeldung: Distributor Action IT hofft auf Investoren

Der steile Aufstieg des Distributors Action IT hat einen kräftigen Dämpfer bekommen: Der Grossist musste wegen Liquiditätsproblemen der Muttergesellschaft Insolvenz anmelden. Noch bestehe Hoffnung für die Firma, denn man befinde sich bereits in »fortgeschrittenen Gesprächen« mit potenziellen Investoren.

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Der gerademal zehn Jahre alte Komponentenspezialist Action IT aus Paderborn hat die Distributionsszene zuletzt kräftig aufgemischt. »Wir haben seit der Gründung im Jahr 2006 nicht einmal rote Zahlen geschrieben - wir sind zehn Jahre in Folge gewachsen«, zog der Mitgründer und Geschäftsführer Gernot Sonnek noch im Frühjahr eine positive Jubiläumsbilanz gegenüber CRN. Auch im vorhergehenden Jahr konnte der Aufsteiger der Szene nach eigenen Angaben wieder zweistellig zulegen auf einen Umsatz von 223 Millionen Euro. Das als Komponentendistributor gestartete Unternehmen hatte ihren Aktionsradius zuletzt stets erweitert – so etwa durch die Übernahme der Marke »Ionik« für Mobility-Produkte. Damit folgte Action IT der Strategie der Muttergesellschaft Global Distribution zunehmend als Hersteller aufzutreten.

Aber der steile Aufstieg ist nun zu einem abrupten Halt gekommen: Action IT hat am Donnerstag vergangener Woche beim zuständigen Amtsgericht in Paderborn Insolvenz angemeldet. Zum Insolvenzverwalter wurde der Bielefelder Rechtsanwalt Dr. Yorck Tilman Streitbörger bestellt. Der Insolvenzverwalter nennt in einer Stellungnahme Liquiditätsprobleme der Muttergesellschaft Global Distribution Group aus Dabei als Grund für die Insolvenzanmeldung. Der Insolvenzverwalter zeigt sich guter Dinge, dass die Firma über eine insolvenzrechtliche Sanierung »in eine neue, gesunde Ausgangsposition für die Zukunft« versetzt werden könne. Der Geschäftsbetrieb werde vollständig aufrechterhalten. Des Weiteren führe man bereits »fortgeschrittene Gespräche mit potenziellen Investoren«.

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