Zusammenschluss der PC-Sparten geplant: Toshiba verhandelt mit Fujitsu und VAIO

Mit dem Ende des Geschäftsjahres 2015 trennt sich Toshiba von den Sparten für Medizintechnik und Haushaltgeräte. Der Merger des PC-Geschäfts mit Fujitsu und Vaio soll Mitte des Jahres stehen.

(Foto: Toshiba)

Als Folge des milliardenschweren Bilanzskandals versucht Toshiba, den Konzern zu konsolidieren. Zum Ende des Geschäftsjahres am 31. März 2016 hat das japanische Unternehmen jetzt weitere Bereiche abgegeben. Nach der Medizintechnik-Sparte, die für umgerechnet 3,5 Milliarden Euro an den Konkurrenten Canon verkauft wurde, soll auch das Geschäft mit Weißer Ware abgestoßen werden. Für rund 425 Millionen Euro geht die Haushaltsgeräte-Sparte an die chinesische Midea-Gruppe.

Über das Schicksal des PC-Geschäfts wird dagegen immer noch verhandelt. Toshiba befindet sich in Gesprächen mit den japanischen Mitbewerbern Fujitsu und der ehemaligen Sony Vaio-Sparte, die mittlerweile einem japanischen Investor gehört. Nachdem zum Ende des Geschäftsjahres noch keine Übereinkunft erzielt werden konnte, soll der Merger jetzt im Juni 2016 finalisiert werden.

Ende des vergangenen Jahres hatte Toshiba bereits den Rückzug aus dem Consumer PC-Markt in Europa angekündigt. Mit dem Beginn des neuen Fiskaljahres am 1. April 2016 würden auch in Deutschland nur noch B2B-Geräte an Unternehmenskunden verkauft, bestätigte B2B-Chef Hannes Schipany im CRN-TV-Interview auf der CeBIT. (CRN berichtete) Der Elektronikkonzern will mit dem Erlös aus den Verkäufen den Konzernumbau vorantreiben und wieder in die Gewinnzone zurückkehren. Toshiba war durch massive Bilanztricksereien in die roten Zahlen gerutscht, nachdem führende Manager über Jahre zu hohe Gewinne ausgewiesen hatte.