Starker Markt mit starken Margen: Gebrauchte Hard- und Software werden salonfähig

Immer mehr Unternehmen und Privatkunden nutzen die Vorteile gebrauchter Hard- und Software. Mit professionellen Partnern kann der Fachhandel vom zweistelligen Wachstum des Marktes profitieren und sich zusätzliche Umsatzchancen mit rentablen Margen sichern.

Der Markt für gebrauchte IT wächst stetig
(Foto: momius - fotolia)

Der klassische PC-Markt steht immer stärker unter Druck. Laut den großen Marktforschungsunternehmen Gartner und IDC werden jedes Jahr rund zehn Prozent weniger Geräte verkauft. Die Gründe dafür sind vielfältig. Einer der wichtigsten ist sicherlich, dass die Zeiten vorbei sind, in denen ein Desktop an den meisten Arbeitsplätzen zur festen Büroausstattung zählte. Mit dem aktuellen Trend zum mobilen Arbeiten verändern sich auch die Ansprüche von Nutzern und Unternehmen an ihre Hardwareausstattung. Die Arbeitsleistung soll dank neuen Geräten und Technologien wie Clouds möglichst an jedem Ort und zu jeder Zeit erbracht werden können. Rechner müssen deshalb heute genauso leistungsstark wie kompakt und damit mobil sein. Kriterien, die der Desktop und selbst bleischwere Riesen-Notebooks nicht mehr erfüllen können. In den meisten Unternehmen wandert ein immer größerer Teil des Budgets für Anschaffungen im ITK-Bereich in Richtung solcher (ultra)mobilen Hybridgeräte, Tablets und Smartphones.

Hinzu kommt, dass Software – auch aufgrund der mobilen Anforderungen – immer effizienter wird und selbst Bürorechner in den letzten Jahren leistungsstark genug geworden sind, dass sie auch mit neueren Programmen kaum Probleme bekommen. War die Einführung neuer Software oder gar einer neuen Windows-Version vor einigen Jahren noch ein wichtiger Grund, auch die Hardware aufzurüsten, so hat sich die Bedeutung von Software als treibende Kraft im Hardware-Markt inzwischen deutlich verringert.

Das beste Beispiel für diese beiden Veränderungen liefert Microsoft. Auf der einen Seite läuft Windows 10, das neue Universal-Betriebssystem für alle Geräteklassen, auch noch problemlos auf den meisten Rechnern, die aus den Zeiten des Vor-Vorgängers Windows 7 stammen. Und es unterstützt mit neuen Funktionen noch mehr ihr bereits vorhandenen Potenzial. Dadurch sinkt sowohl im privaten als auch im Unternehmensumfeld der Druck zur Anschaffung neuer Hardware im Zuge eines Systemwechsels. Dass Windows 10 zudem im ersten Jahr für viele Nutzer kostenlos verteilt wird, um die Installationsbasis zu erhöhen, mindert die Investitionsbereitschaft in neue PCs weiter. Auf der anderen Seite ist ­Microsoft in den letzten Jahren zu einem Treiber auf der Hardware-Seite geworden. Mit Geräten wie der Surface-Familie zeigt das Unternehmen Innovationskraft und Wege in die mobile Zukunft des PCs. Dabei wird diese Entwicklung auch im Unternehmen selbst gelebt. Feste Arbeitsplätze wurden weitgehend abgeschafft und das digitale Büro zieht in der Aktentasche per Surface und Smartphone mit um die Welt.