Zerstörte Laptops und verärgerte Kunden: Brandgefährliche USB-C-Kabel

In den letzten Wochen sind immer wieder fehlerhafte Kabel für den neuen USB-C-Anschluss aufgetaucht, die im schlimmsten Fall zur Zerstörung der angeschlossenen Geräte führen können. Jetzt habe mehrere Tester eine Sammlung der betroffenen und unbedenklicher Produkte veröffentlicht.

Falsch konstruierte USB-C-Kabel können brandgefährlich werden
(Foto: olly - fotolia)

Der neue USB-Standard 3.1 verspricht erhebliche Verbesserungen bei der Geschwindigkeit von Datenübertragungen und der Stromversorgung externer Geräte. Zudem wurde damit einhergehend der neue Stecker vom Typ C eingeführt, bei dem es nun endlich keine Rolle mehr spielt, wie rum man ihn in den Anschluss steckt - zumindest theoretisch. Denn in der Praxis hat das System, das in vielen aktuellen Geräten wie dem neuen MacBook bereits eingesetzt wird, durchaus seine Tücken, wie sich in den letzten Tagen mehrfach gezeigt hat.

Mehrere Tester berichten von gravierenden Problemen aufgrund von Kabeln, die nicht den Spezifikationen entsprechend produziert wurden. Die dadurch verursachten Probleme reichen von nicht funktionsfähigen Kabeln über Probleme beim Umdrehen des Steckers bis hin zu durch sie verursachten Defekten. So berichtet etwa der Redakteur Dieter Bohn von The Verge, dass ihm ein entsprechendes Kabel sein MacBook beschädigt hat, als er damit sein Google Nexus 6P Smartphone an dem Apple-Notebook aufladen wollte.

Jetzt haben einige professionelle Nutzer wie der Google-Entwickler Benson Leung diese Berichte zum Anlass für eine Reihe eigener Test auf diesem Gebiet genommen. Dabei konnten sie die geschilderten Probleme reproduzieren. Als Leung etwa ein in Foren bereits mehrfach kritisiertes Kabel des Herstellers Surjtech mit einem USB-A Stecker auf der einen und einem USB-C-Stecker auf der anderen Seite an seine USB-Analysebox steckte, gab diese prompt ihren Geist auf. Seine Neugier trieb Leung anschließend aber dennoch dazu, ein zweites solches Kabel an seinem relativ neuen Google Pixel Chromebook zu testen. Daraufhin war auch dieses Gerät kaputt.

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