Bildungsprojekt »Project Reconnect«: Google spendet 25.000 Chromebooks für Flüchtlinge

Google hat zusammen mit der Deutschen Telekom und dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) das »Project Reconnect« gegründet. Zur Unterstützung der Flüchtlingshilfe in Deutschland spendet Google 25.000 Chromebooks.

Spender Eric Schmidt: Technik-Spende soll Bildungsmöglichkeiten für Flüchtlinge verbessern
(Foto: Google)

Googles gemeinnütziger Bereich Google.org unterstützt Deutschland bei der Flüchtlingshilfe mit umgerechnet 4,6 Millionen Euro. Gemeinnützige Organisationen, die im Bereich der Flüchtlingshilfe tätig sind, erhalten dafür insgesamt 25.000 Chromebooks. Ziel ist es, den Flüchtlingen einen Zugang zu Online-Bildungsangeboten und -Informationen zu ermöglichen. Google.org kooperiert für das Projekt mit der Deutschen Telekom und dem Arbeiter-Samariter-Bund. Die Telekom wird im Rahmen des Projekts dafür sorgen, dass die gemeinnützigen Organisationen vor Ort einen WLAN-Zugang erhalten, damit die webbasierten Chromebooks mit dem Internet verbunden werden können.

Der Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland e. V. (ASB), der derzeit in 170 Einrichtungen rund 50.000 Flüchtlinge betreut, unterstützt die Initiative und bringt seine Erfahrung in der Flüchtlingsbetreuung mit ein. In einer Flüchtlingsunterkunft in Berlin-Wilmersdorf gibt es bereits einen Testlauf mit verwalteten Chromebooks. »Die Chromebooks, zusammen mit der Internetverbindung, sind für die Bewohner oft die einzige Möglichkeit, den Kontakt zu ihren Familien zu halten«, erläutert ASB-Bundesgeschäftsführer Ulrich Bauch. Außerdem seien die Mobilrechner Informationsquelle und Integrationshilfe – wie etwa durch Onlinesprachkurse.

Die Beweggründe für die umfangreiche Spende erläutert der frühere Google-CEO und jetzige Executive Chairman von Alphabet Eric Schmidt: »Als Google.org 2004 gegründet wurde, war unser oberstes Ziel, Menschen und Projekte zu würdigen, die die größten Herausforderungen der Menschheit des 21. Jahrhunderts angehen. Das gilt heute mehr denn je und ganz besonders vor dem Hintergrund der Flüchtlings- und Migrationskrise, die Europa gerade erlebt. Wir glauben, dass einigen der Herausforderungen, vor denen Menschen unter solch dramatischen Bedingungen stehen, mit Technologie begegnet werden kann«.

Über den gemeinnützigen Zusammenschluss NetHope beginnt ab sofort die Ausschreibung der »Project Reconnect« Fördermaßnahme. Alle gemeinnützigen Organisationen, die in der Flüchtlingshilfe tätig sind, können ihre Anträge auf Spenden von bis zu 5.000 Chromebooks unter reconnect.nethope.org einreichen. Die Chromebooks sind mit einer speziellen Management-Software ausgestattet, die im Münchner Entwicklungsbüro von Google entwickelt wurde. Mit Hilfe dieser Software können die Chromebooks von den jeweiligen Organisationen selbst eingerichtet und verwaltet werden.

Kommentare (3) Alle Kommentare

Antwort von flytex , 16:32 Uhr

@mohing: Hier geht es ja nicht um Vermarktung, sondern um eine Spende! Das hat mit dem deutschen Einzelhandel rein gar nichts zu tun.

Und egal, ob man Google mag oder nicht, fällt diese Spende schon sehr großzügig aus.

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Antwort von mohing@trilateration , 18:24 Uhr

Leider nicht nachhaltig gedacht:Wenn die Sparkasse mal wieder der Gemeinde ein neues Feuerwehrauto schenkt ist das eine klassische Win-Win-Situation. Gewinner sind: Der Hersteller, der Spender, die Zulieferer, die Feuerwehr, die Bürger und die Werkstätten und der (Zubehör-)Handel. Wenn Google so etwas macht wo kommt da der Allgemeinheit etwas zu Gute? Hersteller und Spender als größte Nutznießer sitzen ausserhalb von D, der Organisator Telekom verdient gut am aufkommenden Traffic. Und der Fachhandel ist, wie schon richtig bemerkt wurde, weiterhin aussen vor.

Antwort von mohing@trilateration , 15:42 Uhr

Auch hier wieder: Keine Unterstützung des deutschen Einzelhandes! Direktvermarktung ohne Channel. "Keinem Hier" gefällt das *top!