Kienbaum Vergütungsreport 2015: So viel verdienen IT-Führungs- und Fachkräfte

IT-Führungskräfte in der Chemie-Branche sind Spitzenverdiener. IT-Security-Fachkräfte verdienen ebenfalls gut, am Ende der Einkommensskala stehen einmal mehr Fachkräfte im User-Helpdesk.

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Mehr als 900 Daten von Führungspositionen und gut 4.300 Gehaltsabrechungen von Spezialisten und Sachbearbeitern hat die Unternehmensberatung Kienbaum für ihre Vergütungsstudie in IT-Berufen ausgewertet. Demnach konnten sich alle Mitarbeiter über einen Anstieg der Gehälter um mehr als drei Prozent freuen. IT-Führungskräfte verdienen 3,1 Prozent mehr als im Vorjahr, bei IT-Fachkräften fiel das Plus im Durchschnitt sogar 3,6 Prozent aus. Wer als IT-Führungskraft 112.000 Euro im Jahr verdient, liegt genau im Durchschnitt, bei Spezialisten sind es 61.000 Euro.

Deutlich mehr Gehalt bekommen IT-Security-Manager: Sie erhalten im Schnitt 87.000 Euro Jahressalär. Am unteren Ende rangiert wie in allen IT-Gehaltsstudien der User-Helpdesk: Kienbaum ermittelt hier einen Durchschnittsverdienst von gerade einmal 44.000 Euro.

Wer in Konzernen außerhalb der IT-Branche Karriere machen will, ist im Sektor Chemie gut bedient. IT-Führungskräfte verdienen hier 163.000 Euro, was in etwa gleichauf mit Banken ist. Krankenhäuser oder beispielsweise Möbelhersteller zahlen vergleichsweise bescheiden: Im Schnitt nur 86.000 Euro, beziehungsweise 80.000 Euro jährlich.

Viele Unternehmen zahlen ihrem IT-Personal auch variable Gehaltbestandteile. 86 Prozent der Führungskräfte erhalten einen jährlichen Bonus, der im Schnitt 18.200 Euro betrug. Bei den Spezialisten erhalten zwei von drei IT-Fachkräften variable Vergütungen, die sich über alle untersuchten Personen hinweg auf im Durchschnitt 6.200 Euro summieren.

Anders als neuerdings auf Top-Manager-Ebene diskutiert, spielen Vergütungsmodelle mit Nachhaltigkeits-Komponenten bei IT-Führungs- und Fachkräften kaum eine Rolle. Lediglich elf Prozent der Führungskräfte und zwei Prozent der Spezialisten erhalten solche »Long-Term-Incentives«, so die Kienbaum-Studie.