Erste Chips im 7 nm-Verfahren von IBM: IBM-Allianz entwickelt neue Super-Chips

Eine Forschungsallianz um IBM und Globalfoundries hat erstmals Test-Chips mit funktionstüchtigen Transistoren in 7-Nanometer-Technologie hergestellt.

IBM hat zusammen mit Partnern die ersten Chips im 7 Nanometer-Verfahren entwickelt
(Foto: IBM)

Der IBM Research Allianz ist es gelungen, erste Protoypen von Chips mit funktionstüchtigen Transistoren in der 7-Nanometer (nm)-Technologie zu produzieren. Damit soll es möglich sein erstmals, mehr als 20 Milliarden Transistoren auf der Fläche eines Fingernagels unterzubringen. Gegenüber der derzeit fortschrittlichsten 10-nm-Technologie soll die neue Chipgeneration bei Stromverbrauch und Rechenleistung um 50 Prozent besser abschneiden. Die 7 nm-Chips sollen dadurch noch weit besser auf die Anforderungen zukünftiger Big Data, Cloud und mobiler Anwendungen zugeschnitten sein.

Heutige Server, Cloud-Rechenzentren und Mobilgeräte werden von Prozessoren der 22-nm- und 14-nm-Technologie betrieben, und auch die fortschrittlichste 10-nm-Technologie befindet sich auf gutem Weg zu einer technologischen Umsetzung. Die Entwicklung einer funktionstüchtigen 7-nm-Technologie war jedoch aufgrund grundlegender technologischer Limitationen eine bisher ungelöste Herausforderung. Mit den heutigen Herstellungsverfahren konnten solche kleinen Strukturgrößen mit den dabei erhofften Vorteilen der Miniaturisierung – höhere Rechenleistung, geringere Kosten und weniger Stromverbrauch – bisher nicht erzielt werden. Bisher galt sogar als fraglich, ob die Vorteile von so kleinen Chipstrukturen jemals realisiert werden können. Die Wissenschaftler der von IBM Research geführten Allianz haben nun gezeigt, dass es möglich ist.

Die Arbeit wurde im Rahmen einer Public-Private-Partnership von IBM mit dem US Bundestaat New York und einer Entwicklungsallianz mit Globalfoundries, Samsung und Technologieausrüstern durchgeführt und ist Teil von IBMs 2014 angekündigter und auf fünf Jahre angelegter, drei Milliarden US-Dollar schweren Investition in die Chipforschung und -entwicklung.