Context-Zahlen fürs erste Quartal 2015: Wachstum über Distribution halbiert sich

In den ersten drei Monaten des Jahres halbierte sich das erzielte Wachstum über die Distribution. Die Grossisten seien nach wie vor zu abhängig vom Devices-Vertrieb, konstatiert Marktforscher Context.

(Foto: Fotolia/Andre Wissbrock)

Im ersten Quartal des Jahres lag das Wachstum bei Verkäufen über die Distribution in Westeuropa nur noch bei 4,1 Prozent und habe sich damit gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum fast halbiert, ermittelte Marktforscher Context im Rahmen seiner »Sales Watch Distribution«. Im deutschen Distributionsmarkt entwickelt sich das Wachstum mit minus 2,9 Prozent sogar deutlich negativ. Ähnlich erging es Großbritannien, Polen und der Schweiz, wo sogar ein Minus von neun Prozent erzielt wurde. Dagegen verzeichneten Italien, Spanien, Schweden oder Dänemark ein zweistelliges Plus.

Der XP-Migrationseffekt sei mittlerweile eindeutig abgeebbt, stellen die Context-Experten fest. Der Desktop-Absatz fiel um vier Prozent. Aber auch das Software-Lizenz-Geschäft über die Distribution ging um sieben Prozent zurück. Ein Wachstum sei in den Bereichen Data Center und IT-Security (beide 14 Prozent) erzielt worden, der Bereich Networking Systems wuchs sogar um 17 Prozent. Der Tablets-Absatz über die Distributoren sank um 17,7 Prozent im Jahresvergleich, in Deutschland ging das Wachstum in diesem Bereich um 14,5 Prozent zurück. Während sich iOS- und Android-Geräte aber schlechter verkauften (minus 20 bzw. minus 21,7 Prozent), wuchs der Bereich der Windows-Tablets laut Context um 114 Prozent, wenngleich von niedriger Basis. Der PC-Absatz über die Distribution stieg um13,8 Prozent, angetrieben von der hohen Nachfrage nach Notebooks im Low-end-Bereich und 2-in-1-Geräten. Der Drucker-Bereich gab um zwei Prozent nach, während die Nachfrage nach LFDs (23 Prozent) und TV-Geräte (39 Prozent) für ein Wachstum im Display-Bereich sorgten.

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