Roboter sucht Mitfahrgelegenheit: Hitchbot trampt durch Deutschland

Nachdem der Hitchbot im vergangenen Sommer bereits 6000 Kilometer durch Kanada trampte, kommt er nun Mitte Februar nach Deutschland. Hier will er es auf die Zugspitze schaffen und auf einem Umzugswagen im Karneval mitfahren.

(Foto: Frauke Zeller)

Er sieht nicht unbedingt wie ein typischer Roboter aus, der Hitchbot, den Wissenschaftler der Ryerson University in Toronto und der McMaster University in Hamilton im vergangenen Jahr gebaut und auf die Reise geschickt hatten. Sein Körper ist ein Fass, als Hut trägt er einen Mülleimerdeckel. Er war als soziales Experiment gedacht – es ging darum, die Diskussion um das Miteinander von Menschen und Robotern anzuregen und herauszufinden, inwieweit Roboter den Menschen vertrauen können. Denn der Hitchbot kann sich selbst nicht fortbewegen und ist daher auf die Hilfe von Menschen angewiesen. Die nahmen ihn letzten Sommer rund 6000 Kilometer durch ganz Kanada mit. Unterwegs konnten sie sich mit dem Hitchbot unterhalten, der dank GPS und großer Datenbank stets über die Sehenswürdigkeiten in der Umgebung informiert war.

Nun zieht es den Hitchbot nach Deutschland. Hier will er seine Reise am 13. Februar in München beginnen und hofft, dass er es auf die Zugspitze schafft und auf einem Umzugswagen im Kölner Karneval mitfahren darf. Derzeit lerne er fleißig Deutsch, damit er sich während seiner zehntägigen Tour auch hier mit den Leuten unterhalten kann, heißt es auf der Website. Via Facebook, Twitter und Instagram wird er auch persönlich wieder von seiner Reise berichten. Bevor er Fotos veröffentlicht, fragt er höflich um Erlaubnis. Und auch sonst ist er ein angenehmer Begleiter: Er krümelt nicht die Sitze voll, muss unterwegs nicht auf die Toilette, dafür ist er ein netter Gesprächspartner und möchte nur eine wenig an den Zigarettenanzünder angestöpselt werden, um seinen Akku aufzuladen.