Von Schutz keine Spur?: Serverräume mit gravierenden Sicherheitsmängeln

Eine aktuelle Umfrage unter IT-Verantwortlichen bringt es an den Tag: In vielen deutschen Serverräumern herrschen zum Teil gravierende Sicherheitsmängel.

In vielen deutschen Serverräumen herrschen offenbar gravierende Sicherheitsmängel (Foto: © F.Schmidt - Fotolia.com).

Von Schutzmaßnahmen fehlt in vielen deutschen Serverräumen offenbar jede Spur. Das zumindest legen die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage nah, für die der Hersteller Kentix 742 IT-Verantwortliche in deutschen Unternehmen befragt hat. So geben zum Beispiel 40 Prozent an, keine Maßnahmen zur Vermeidung von Einbrüchen getroffen zu haben: Bei unautorisierten Zutritten in den Serverraum werden sie nicht umgehend benachrichtigt und können nicht sofort reagieren. Noch problematischer stellt sich die Situation in Sachen Brandschutz dar. 42 Prozent werden über Brände nicht automatisch informiert und können entsprechend im Brandfall keine schnellen Gegenmaßnahmen einleiten. Insgesamt fragte die Studie zehn Sicherheitskriterien ab. Das ernüchternde Gesamtergebnis: Bei 47 Prozent der Befragten ist die Absicherung ihrer IT gegen grundlegende physische Risiken mangelhaft.

Als perfekt ist laut der Umfrage die IT von nur elf Prozent aller Umfrageteilnehmer. Sie konnten auf alle zehn Fragen der Studie mit Ja antworten. 17 Prozent der Befragten erreichten noch einen Sicherheitsscore von mehr als 80 Prozent – sie haben sich prinzipiell gut abgesichert, sollten sich in einzelnen Punkten aber noch verbessern. 25 Prozent, also 185 Befragte, verfügen über eine Basisabsicherung, die allerdings noch viel Verbesserungsbedarf hat. Für die Ermittlung des abschließenden Sicherheitsscores eines Teilnehmers wurden die zehn abgefragten Kriterien unterschiedlich stark gewichtet. Ja-Antworten zu den drei Themen Brandfallbenachrichtigung, Temperaturanstiegswarnung und Einbruchsmeldung flossen dabei mit jeweils 15 Prozent in das Ergebnis ein.