Energieeffizienz: LED vor dem Durchbruch

Noch ist der LED-Markt nicht etabliert und doch wirft das Licht der Zukunft bereits Schatten voraus. Wichtiger als der reine Produktverkauf ist die Energieberatung.

München leuchtet - zunehmend mit LED, wie hier in der BMW-Welt (Foto: Osram)

Private Haushalte, Kommunen, öffentliche Einrichtungen und Unternehmen werden zunehmend auf energiesparende LEDs setzen. Allein Deutschland wird durch den konsequenten Einsatz von LED im Jahr 2020 so viel Strom gespart, wie ihn drei Atomkraftwerke produzieren. LED ist die Lichttechnologie der Zukunft - auch in der Industrie: Autos, Beamer, Hintergrundbeleuchtung in Fernsehern und PC-Displays. Weltmarktführer Osram setzt heute schon ein Fünftel seines Umsatzes von mehr als fünf Milliarden Euro mit LED-Leuchtmitteln um und verzeichnet stetig zweistellige Wachstumsraten und Margen von deutlich über zehn Prozent. Bereits in drei Jahren werden mehr Leuchtdioden als Glühlampen verkauft werden. Die aktuelle Studie von McKinsey nennt für 2020 dann schon einen Anteil von 70 Prozent LEDs am weltweiten Markt für Beleuchtungsmittel. Das Marktvolumen klettert den Auguren zufolge auf 83 Milliarden Euro. Die neue Technologie gibt nicht nur Energieberatern und Lichtdesignern neue Impulse, dem Handel eröffnet sie auch eine ideale Sortimentserweiterung.

Lange hat man sich bei Ingram Micro den Kopf zerbrochen über das neue Geschäftefeld »Energy Distribution«. Den Fehler, wie viele andere IT-Distributoren ihn machten, hat man in Dornnach nicht gemacht: Einstieg in das unsichere Solarstromgeschäft. Vergangene Woche erfolgte der Startschuss in ein zukunftsträchtigeres Geschäft. LED ist das erste Produkt, das Ingram Micro rund um das Thema Energieeffizienz ins Portfolio aufgenommen hat. Dass es dabei nicht bleibt, ist heute schon klar. Denn was die Hightech-Beleuchtung erst zum Massenmarkt macht, ist gerade für den Handel zugleich auch ein Wachstumshindernis: Der rasante Preisverfall, der sich schon jetzt im LED-Segment abzeichnet.

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