Neuer USB-Standard: Intel trennt USB 3.1 und Power Delivery

Intel will ab sofort die Standards USB 3.1 und Power Delivery getrennt voneinander entwickeln. Erste Geräte nach dem neuen Standard sollen erst 2015 auf den Markt kommen.

Intel trennt den USB 3.1-Standard von Power Delivery (Bild: USB-IF)

Intel koppelt USB 3.1 von Power Delivery ab und entwickelt die beiden Standards in Zukunft getrennt voneinander weiter. Auch sollen die beiden Standards je eigene Logos bekommen. Dies gab der Chiphersteller auf dem diesjährigen »Intel Developer Forum« (IDF) bekannt. Laut Intel wird die Bandbreite mit USB 3.1 auf 10 Gigabyte pro Sekunde verdoppelt, USB Power Delivery lädt in Zukunft Geräte mit maximal 100 Watt auf. Durch die Entkoppelung der beiden Standards sei es in Zukunft auch möglich, USB 2.0-Anschlüsse mit Ladefunktion zu entwickeln, auch USB 3.1-Schnittstellen ohne Ladefunktion sind demnach denkbar.

Power Delivery wird in Zukunft fünf Profile unterstützen, die andere Geräte mit jeweils 10, 18, 36, 60 und 100 Watt versorgen können. Micro-USB-Stecker werden nur bis maximal 36 Watt Ladeleistung einsetzbar sein, wer mehr Leistung benötigt, muss sich mit den großen Varianten A und B begnügen. Nutzt man nur das kleinste Profil bis zu zehn Watt, kann man auf bisher produzierte Kabel zurückgreifen, die anderen Profile sind nur mit neuen Kabeln möglich.

Allerdings bringen die neuen Kabelstandards auch ein paar Probleme mit sich. So will Intel die Kabellänge auf maximal einen Meter begrenzen, um die Datenintegrität nicht zu gefährden. Auch kann USB 3.1 kein HDCP entschlüsseln. Mit diesem Protokoll sind unter anderem Filme auf Blue Rays geschützt. Auch 4k-Auflösungen können mit USB 3.1 nur mit 30 Bildern in der Sekunde wiedergegeben werden. Damit das menschliche Auge ein flüssiges Bild wahrnehmen kann, sind 60 Bilder pro Sekunden notwendig.