Attraktive Venus-Surferfallen:
Die 10 gefährlichsten Damen im Web

von Lars Bube (lbube@weka-fachmedien.de)

12.09.2012

Cyberkriminelle nutzen die berühmten Namen von Prominenten fast ebenso gerne wie Potenzmittel, um Webnutzer in Malwarefallen zu locken. Derzeit steht besonders Harry Potters Freundin Emma Watson hoch im Kurs und löst damit Heidi Klum als gefährlichsten Promi ab.

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Die zehn gefährlichsten Promis im Netz sind alle weiblich - wirklich nur Zufall? (Bild: McAfee / Mike Marsland, Getty Images)

Ob traumhafte Hochzeiten, heimliche Scheidungen, oder auch vermeintliche und echte Todesfälle: Die Welt der Promis spielt auch im Netz eine erhebliche Rolle, Millionen von Surfern informieren sich täglich über den neuesten Tratsch und Klatsch aus der Welt der vermeintlich Schönen und Reichen. Kein Wunder also, dass die Promis auch für Cyberkriminelle ein ideales Lockmittel bieten, um Internetnutzer in zahlreiche Malwarefallen zu locken. Neben dem typischen Spamversand platzieren sie dazu auch tausende verseuchte Webseiten mit angeblich hoch brisanten Promi-News oder Nacktbildern im Netz. Durch eine geschickte Optimierung tauchen die Treffer einige Tage lang sehr weit vorne in den Suchmaschinen auf und spülen so zahlreiche neue Opfer in die Botnetze und Co. Der Antivirensoftwarehersteller McAfee, seit kurzem unter der Regie von Intel, erstellt deshalb jedes Jahr eine Liste mit den gefährlichsten Promis im Netz. Jetzt ist die aktuelle Version dieser Giftliste erschienen, und die wartet mit einigen Überraschungen auf.

So ist zum Beispiel Heidi Klum, die im vorigen Jahr noch der gefährlichste Promi im Web war, inzwischen völlig aus den Top 10 verschwunden. Überraschender Weise ebenfalls nicht mit dabei sind in diesem Jahr das frisch geschiedene Skandalpärchen Tom Cruise und Katie Holmes, und auch die viel gesuchten Twilight-Streithähne Kristen Stewart und Robert Pattinson. Neue Nummer Eins unter Malware-Promis ist dafür die junge Emma Watson, bekannt geworden an der Seite des halbwüchsigen britischen Zauberlehrlings Harry Potter. Mit einem Infektionsrisiko von etwa 12 Prozent ist immerhin mehr als jede zehnte Seite die auf eine Suche nach dem Namen ausgespuckt wird, mit Malware verseucht. Auf Ihrer Internetseite kommentiert sie diesen traurigen erste Platz so: »Vielleicht haben Sie gehört, dass Cyberkriminelle laut der Sicherheitsfirma McAfee besonders gerne Emmas Namen missbrauchen um mit angeblichen Seiten über sie Viren und Schadcode zu verbreiten. Leider gibt es nichts, was wir dagegen tun könnten. Dennoch können wir Ihnen versichern, dass Emmas offizielle Seiten wie www.emmawatson.com, www.facebook.com/emmawatson und www.twitter.com/emwatson immer sicher sein werden«. Auf dem zweiten Platz der gefährlichsten Promis im Web steht aktuell Jessica Biel, Schauspielerin und beinahe Frau von Justin Timberlake. Den dritten Rang belegt Eva Mendes, die in der Vergangenheit unter anderem bereits zur erotischsten Frau der Welt gekürt worden war.

Lars, but not least:

Auch wenn Frauen schon immer die Vormachtstellung in der Liste hatten, so ist dieses Jahr zum ersten Mal überhaupt kein Mann mehr unter den Top 10 der gefährlichsten Promis zu finden. Insofern stellt sich natürlich die Frage, ob die Promi-Frauen ihren männlichen Kollegen einfach den Rang abgelaufen haben, oder ob sich vielleicht auch Männer einfacher mit solcher Mitteln auf zwielichte bis gefährliche Seiten locken lassen. Die gefährlichsten Suchbegriffe stützen diese These von der Schwäche für weibliche Schönheiten beim »starken« Geschlecht. Besonders häufig führten Suchanfragen mit Kombinationen wie »Emma Watson« und »heiße Bilder« oder ähnliches ins digitale Verderben. Dazu passt auch ein Tipp des McAfee-Experten Robert Siciliano, der vor allem den männlichen Nutzern empfiehlt, man solle natürlich nie »ohne« (Virenschutz) oder anderweitig fahrlässig surfen und nach prominenten Frauen googlen. Am Ende ergebe das die simple Regel »Wenn es zu gut klingt, um wahr zu sein: lass einfach die Finger davon«, so Siciliano.

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