Internetverband Eco:
Kostenloser Sicherheits-Check für Webseiten
Der Eco – Verband der deutschen Internetwirtschaft hat einen neuen Service gestartet. Gewerbliche Webseitenbetreiber können jetzt kostenlos überprüfen lassen, ob über ihre Webplattform unwissentlich Schadcode verteilt wird.
Webseite der »Initiative S«: Kostenloser Webseiten-Check für Unternehmen. (Screenshot: Initiative S)
Kleine und mittlere Unternehmen können in der jetzt gestarteten Beta-Version des Services unter www.initiative-s.de [1] mit einem Check überprüfen, ob über ihren Onlineauftritt Schadcode verteilt wird. Ist dies der Fall, erhalten sie Unterstützung bei dessen Beseitigung.
Mit dem neuen Dienst will der Internetverband Eco auf die aktuelle Bedrohungslage reagieren: 50 Prozent der Angriffe richten sich nach dem Internet Security Threat Report von Symantec gegen die Webseiten von kleinen und mittelständischen Unternehmen. Daher spricht das Angebot vor allem KMUs an, die aufgrund mangelnder Ressourcen besonders häufig Sicherheitslücken in ihrem Internetauftritt haben oder eine Ergänzung ihrer eigenen Sicherheitslösung wünschen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie fördert das Projekt im Rahmen der Task Force »IT-Sicherheit in der Wirtschaft«.
Beim Besuch von seriösen Unternehmens-Webseiten infizieren viele Internet-User ihre Rechner unbewusst mit Schadsoftware. Dabei wissen die meisten Firmen nicht einmal, dass ihr Webauftritt von Cyber-Kriminellen benutzt wird, um Malware zu verteilen. Deutschland belegt aktuell Platz 5 im internationalen Vergleich der Länder, von denen schädliche Onlineaktivitäten ausgehen (Symantec Internet Security Threat Report 2011).
So funktioniert der Webseiten-Check
Unternehmen können auf www.initiative-s.de den Webseiten-Check kostenlos durchführen. Dabei wird der Webauftritt auf Malware überprüft. Wird ein Schadprogramm identifiziert, bekommt das Unternehmen eine E-Mail mit einer Anleitung zur Beseitigung des Fremdcodes. Wer weitere Hilfe bei diesen Schritten benötigt, wird von Experten telefonisch unterstützt. Darüber hinaus bietet Eco eine Reminder-Funktion an: Sollte der Schadcode nach 48 Stunden noch vorhanden sein, wird sowohl der Webseiten-Betreiber erneut informiert als auch der Hosting-Provider benachrichtigt, der seinerseits Maßnahmen zur Beseitigung einleiten kann.
Ist ein Internetauftritt von Malware befallen, liegt es in der Verantwortung des jeweiligen Unternehmens, die Reinigung der Webseite schnellstmöglich in Gang zu setzen. Neben dem Vertrauensverlust bei Kunden und Geschäftspartnern kann eine infizierte Website rechtliche Konsequenzen mit sich bringen, von Strafzahlungen über die Abschaltung des Webauftritts bis hin zur Bedrohung der Unternehmensexistenz.
[1] http://www.initiative-s.de
- 1. Seite: Kostenloser Sicherheits-Check für Webseiten
- 2. Seite: So funktioniert der Webseiten-Check
» Newsletter abonnieren
Täglich aktuelle News und Hintergründe für Fachhändler, ITK-Hersteller, Distributoren und aus der Online-Welt.
» Tipp der Redaktion
CRN zeigt Cloud-Lösungen in der Praxis
Bechtle-Mitbegründer Gerhard Schick über seinen Einstieg bei Cancom. Monitore werden intelligent. Kontinuität bei Kosatec Systemhäuser berichten im über ihre Cloud-Geschäfte. Die neue CRN ist erschienen.
Nachfrage nach Cloud steigt massiv
Bereits ein Drittel aller kleineren Firmen setzt auf Cloud Computing. Analysten beobachten, dass vor allem mittelständische Firmen aus dem Handel und der Banken- und Versicherungsbranche Cloud-Dienste verstärkt nachfragen.
Das sind die Folgen des Routerzwangs
Nicht nur die Endkunden, auch Handel und Hersteller dürften den Routerzwang einiger Netzbetreiber zu spüren bekommen. 15 ITK-Hersteller wehren sich nun in einer gemeinsamen Stellungnahme an die Bundesnetzagentur. CRN hat bei den Betroffenen nachgefragt welche Folgen sie befürchten.
» Bilderstrecken
» Meistgelesene News
DHL führt Gebühr für Retouren ein
Ab Juli müssen Shopbetreiber beim Logistikdienstleister DHL für einige Rücksendungen eine Gebühr von vier Euro bezahlen.
Das Ende der Tablets
Obwohl das Geschäft mit Tablets weiter boomt, könnten die populären Geräte schon in wenigen Jahren nahezu vom Markt verschwunden sein. Diese Einschätzung liegt näher an der Wahrheit als es scheint.