Studie von Kaspersky:
Online-Banking ruft Cyberkriminelle auf den Plan

von Ulrike Garlet (ulrike.garlet@crn.de)

08.08.2012

Internet-Shopping und Online-Banking sind einer Studie von Kaspersky zufolge auf dem Vormarsch. Mehr als die Hälfte der PC-Nutzer tätigen Bankgeschäft online. Cyberkriminelle nutzen diesen Trend allerdings für ihre eigenen Zwecke aus.

Keine Beiträge im Forum. » Diskussion starten!

Immer mehr PC-Nutzer erledigen ihre Bankgeschäfte online

Obwohl im Internet viele Trends schnell wieder verschwunden sind, halten sich einige Klassiker bei den Top-Internetaktivitäten hartnäckig an der Spitze. Nach einer internationalen Umfrage von Kaspersky Lab, die von Harris Interactive durchgeführt wurde, ist die beliebteste Internet-Aktivität bei den PC-Nutzern nach wie vor E-Mail. Immerhin geben 79 Prozent der Befragten an, dass sie elektronische Post am PC nutzen.

Immer beliebter bei den PC-Anwendern werden Online-Shopping und Internet-Banking. So geben 63 Prozent der Befragten an, am Computer auch Online-Einkäufe zu machen.

Ebenfalls beliebt ist die Nutzung Sozialer Netzwerke. Das gaben 61 Prozent der befragten PC-Anwender an.

Bankgeschäfte verlagern sich von der klassischen Filiale ins Web. Bereits mehr als die Hälfte (57 %) der Befragten geben an, Online-Banking am PC zu nutzen. Laut einer aktuellen Bitkom-Studie machen derzeit 26 Millionen Deutsche Online-Banking, rund zwei Millionen mehr als im vergangenen Jahr.

Cyberkriminelle können von diesem Boom ebenfalls profitieren, indem sie sensible Finanzinformationen beim Online-Banking abgreifen und für ihre Zwecke missbrauchen. »Es existieren nach wie vor gefährliche Online-Banking-Trojaner. Sie modifizieren oftmals die für den Nutzer sichtbare Login-Seite des Bankportals, damit der Anwender seine wertvollen Login-Informationen in ein gefälschtes Element der Webseite eintragen«, sagt Christian Funk, Virus Analyst bei Kaspersky Lab. »Auch neuere Authentifizierungsmechanismen der Banken wie das mTAN-Verfahren wurden bereits erfolgreich von Cyberkriminellen angegriffen. Möglich wurde dies durch eine mobile Variante des Schadprogramms Zeus, genannt Zeus-in-the-Mobile – kurz ZitMo.«

Verwandte Artikel