Sommer, Sonne, Datenklau:
So machen Sie mobile Geräte fit für den Urlaub

von Lars Bube (lbube@weka-fachmedien.de)

26.07.2012

Drei Viertel aller Deutschen packen neben Handtuch, Sonnencreme und Badehose für den Urlaub auch ihr Smartphone oder Tablet ein. Aufgrund mangelnder Absicherung setzen sie damit meist leichtfertig die darauf gespeicherten privaten und Unternehmensdaten aufs Spiel.

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Smartphones am Strand sind meist mehr gefährlich als lässig. (Bild: Yantra, Fotolia)

Wenn in den nächsten Tagen die große Ferien- und Reisewelle in Deutschland beginnt, wird kaum einer ohne passenden Sonnenschutz im Gepäck das Urlaubsziel ansteuern. Es sei denn, das Ziel liegt vielleicht nördlich des Polarkreises. An einen entsprechend guten Schutz für ihr Smartphone, Tablet oder Notebook, die für knapp drei Viertel ebenfalls zu den festen Reisebegleitern gehören, denkt allerdings fast niemand. Dabei kann nicht nur die Sonne im Urlaub zur Gefahr für Menschen und Maschinen werden:

Zu keiner anderen Zeit werden so viele mobile Endgeräte gestohlen und verloren wie in der Ferienzeit, wie eine Studie der Device-Management-Experten von Absolute Software [1] zeigt. Besonders gefährlich ist es demnach an Flughäfen. Ein Drittel aller gestohlenen Laptops, Tablets und Smartphones werden im Gepäckbereich entwendet, weitere 22 Prozent verschwinden Boarding-Bereich in fremde Taschen. Selbst im Sicherheitsbereich ist man nicht automatisch vor Langfingern gefeit, 12 Prozent aller Geräte werden in dieser vermeintlich besonders gut überwachten Zone gestohlen. Und auch wer das Auto dem Flugzeug vorzieht muss mit allem rechnen: 11 Prozent aller in EMEA entwendeten mobilen Endgeräte wurden aus Autos geklaut.

Neben den reinen Kosten für die verlorenen und gestohlenen Geräte wird heutzutage vor allem die Vermischung von Arbeits- und Privatbereich, etwa durch die Nutzung eigener Geräte im Unternehmen (BYOD), zu einem ernsthaften Problem. Nicht selten haben die Reisenden dadurch neben den privaten Kontakten, Photos und Co auch noch dienstliche Daten auf ihren Geräten und nehmen auch diese unbedarft mit in den Urlaub. »Mit der zunehmenden Akzeptanz von Cloud-Technologien werden viele Angestellte firmeninterne Informationen auf mobilen Geräten speichern. So können sie ganz einfach und bequem aus der Ferne arbeiten«, erklärt Stephen Midgley, Vice President Global Marketing bei Absolute Software. »Gerade unvorsichtiges Verhalten im Urlaub führt hier allerdings zu erhöhten Risiken. Den Grundpfeiler einer verlässlichen Absicherung von Laptops, Tablets und Co. bilden Lösungen für ein plattformübergreifendes Daten- und Gerätemanagement. Ferner sollten sie über Funktionen verfügen, mit denen sich Informationen bei Bedarf mühelos aus der Ferne löschen lassen.«

So machen Sie Ihre Daten Urlaubsfit

Absolute empfiehlt die folgenden drei grundlegenden Sicherungsmaßnahmen, um auch im Urlaub möglichst sorgenfrei den digitalen Genüssen frönen zu können und die Lieben oder das Büro zuhause mit Bildern und Co versorgen zu können:

  1. Tarnen und Täuschen: Egal ob Smartphone, Laptop oder Tablet – solch teure Geräte wecken immer Begehrlichkeiten bei Langfingern. Daher gilt: Je unauffälliger die Tasche ist, in denen das Gerät transportiert wird, umso besser. Lässt sich diese durch ein Sicherheitsschloss auch noch verriegeln, vergeht Dieben der Spaß meist komplett.
  2. Wasserdichtes Passwort: Eselsbrücken wie das eigene Geburtsdatum oder die Namen der (eigenen) Kinder lassen sich zwar für die meisten einfach merken, taugen gerade deshalb aber nicht als Kennwort. Denn je komplexer und unlogischer Login-Daten sind, umso eher beißen sich auch Kriminelle daran die Zähne aus. Tipp: Mobile Geräte sollten unbedingt auch im Standby-Modus automatisch gesperrt werden. So riskiert niemand, dass Unbefugte Einblick in private Informationen erhalten.
  3. Buch mit sieben Siegeln: Urlaubsfotos mal schnell an seine Liebsten senden oder unterwegs auf wichtige Daten zugreifen? Dank Cloud-Services wie Dropbox ist dies kein Problem. Vorsicht ist auch hier geboten: Sensible Informationen sollten auch in der Cloud lückenlos verschlüsselt werden – nur so sind sie wirklich sicher vor neugierigen Blicken und Kopierwerkzeugen.

Grundsätzlich sollte man sich natürlich zunächst immer überlegen, ob das Gerät wirklich mit in den Urlaub muss, oder ob der Betrieb nicht aller Wahrscheinlichkeit nach genauso problemlos weiter läuft, wenn ein Mitarbeiter - wie früher völlig üblich - einmal nicht erreichbar ist. (siehe auch: Gehe in Deinem Urlaub auf, nicht unter [2]!)

[1] http://blog.absolute.com/the-cost-of-stolen-devices/
[2] http://www.crn.de/security/artikel-91773.html

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