Sturm auf die Bastion Handy: Mobile Sicherheit unzureichend

Handys in Gefahr: Zwar fühlen sich die meisten Mobilfunknutzer noch sicher vor Viren, Würmern und Co. Diese Sicherheit ist jedoch trügerisch, was allerdings von Anbietern wie Anwendern verschlafen wird, so das Ergebnis einer aktuellen Studie.

Noch fühlen sich Handynutzer sicher vor Viren, Würmern und Co. (Foto: Amir Kaljikovic - Fotolia.com)

Durchgeführt wurde die Studie »Outlook: Mobile Future 2010-2011« von Vivai und Lünendonk. Den Ergebnissen zufolge wird mobile IT-Sicherheit wird über kurz oder lang zu einem der bestimmenden Themen im Mobilfunk werden. Dennoch verdrängen sowohl die Player als auch die Nutzer dieses Problem gerne, solange es nicht akut ist. »Noch ist die gefühlte Sicherheit bei den Nutzern groß. Wir sind überzeugt, dass sich diese Situation sehr bald ändern und das Vertrauen der Verbraucher in die Zuverlässigkeit von Diensten leiden wird. Die Brisanz beim Thema IT-Sicherheit verschärft sich zum einen mit dem Aufkommen IP-basierter Mobilfunknetze und zum anderen durch die deutlich höheren Geschwindigkeiten in den modernen Drahtlosnetzen, wie beispielsweise LTE, UMTS, Edge, WLAN und WiMAX«, sagt Dr. Bettina Horster von Vivai. Ihrer Einschätzung nach bieten die Komplexität der Netze, die Vielfalt der Endgeräte sowie die unterschiedlichen Protokolle und Zugang-technologien bieten eine Vielzahl von Angriffspunkten. Thomas Lünendonk ergänzt: »Mit der Ausweitung breitbandiger Dienste und Anwendungen werden die Probleme des stationären Internets über kurz oder lang vollständig im mobilen Bereich ankommen. Viren, Würmer, Trojaner, Spyware, Spam, Dialer und Hackerangriffe beeinträchtigen die Kunden bei der Nutzung ihres Endgeräts«.

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