Phishing über Social-Networks nimmt zu:
Malware-Transporter Nr. 1 in 2010: E-Mails
Cyber-Kriminelle werden immer schneller: Derzeit kommen inzwischen täglich 2000 Viren hinzu. Im kommenden Jahr werde dabei besonders die E-Mail-Kommunikation ein Angriffsziel sein, befürchten die Experten von BitDefender.
2000 neue Viren täglich, 50.000 Phishing-Attacken pro Monat und über eine Million gekaperte Rechner jedes Jahr zeigen eindrucksvoll, wie aktiv die Cyberkriminellen im Netz sind. Verseuchte Webseiten, Downloads, etc. – überall kann sich Schadcode verbergen. Glaubt man der neuesten Prognose des Security-Experten BitDefender [1], wird es im nächsten Jahr besonders auf einem Gebiet »heiß« hergehen: der E-Mail-Kommunikation. Bereits heute kommen 45 Prozent aller Schädlinge mit der elektronischen Post, 2010 sollen es nochmals deutlich mehr werden. Der Anteil der Phishing-Mails am Spam ist in den vergangenen sechs Monaten bereits auf 7 Prozent gewachsen, Tendenz weiter steigend. Somit wird empfohlen, das Thema entsprechend ernst zu nehmen und entsprechende Sicherheitsmaßnahmen zu treffen.
Auch Deutschland ist immer wieder Ursprungsland für Spam (Grafik: BitDefender)
Eine besondere Gefährdung soll dabei von auf dem Web basierende Threats wie Trojanern, Spyware und Rootkits ausgehen, die laut dem Malware- und Spam Report für das erste Halbjahr 2009 [2] bereits Anfang 2009 um 460 Prozent anwuchsen. Hinzu kommt eine 400-prozentige Steigerung der Zahl von Trojanern, welche durch Email-Spams verteilt werden. Nach den Erkenntnissen der Experten arbeiten die Hintermänner bereits intensiv daran, diese existierenden E-Threats nochmals deutlich zu »optimieren«. So werden etwa die Mechanismen zur Verbreitung der Schadsoftware zunehmend automatisiert, während verbesserte Stealth-Techniken verhindern sollen, dass sie auf bereits infizierten Computersystemen entdeckt werden können.
Gefahrenzone Soziale Netze
Einhergehend mit den verstärkten Angriffen auf die Email-Kommunikation sehen die BitDefender-Profis im Jahr 2010 auch einen weiteren Trend zu Phishing über Soziale Netzwerke wie Facebook, Xing und Co. Mit »Koobface« habe sich gezeigt, dass die Virenprogrammierer inzwischen gezielt versuchen, an die Daten der Netzwerknutzer zu gelangen.
Noch findet der größte Teil der Phishing-Versuche uin den USA statt (Grafik: Bitdefender)
Während die einen hier versuchen, möglichst viele Nutzerdaten abzugreifen, um Spam zu versenden oder ähnliches, versuchen andere gezielt an die Accounts wichtiger Personen heranzukommen, um etwa Industriespionage zu betreiben oder auch Erpressungsversuche zu starten. Auch die neuen IT-Technologien werden laut den Experten in Zukunft verstärkt Cyberkriminelle anlocken: So erwarten sie im Jahr 2010 einen Anstieg von Angriffen auf »In-the-Cloud«-basierende Dienste und Technologien.
Wenig verändert sich hingegen bei den Ursprungsländern schädlichen Codes, sowie verseuchter Webseiten und Mails. Neben den üblichen Verdächtigen wie Russland und China ist hier auch Deutschland weiterhin auf einem der vorderen Ränge zu finden.
Mit freundlicher Genehmigung von Computer Reseller News
[1] http://www.bitdefender.de/
[2] http://download.bitdefender.com/resources/files/Main/file/Malware_und_Spam_Review_H1_2009.pdf
- 1. Seite: Malware-Transporter Nr. 1 in 2010: E-Mails
- 2. Seite: Malware-Transporter Nr. 1 in 2010: E-Mails (Fortsetzung)
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