Encryption automatisch am Gateway:
Proofpoint regelt E-Mail-Verschlüsselung unternehmensweit
Mit der Version 6 der »Enterprise Privacy Suite« von Proofpoint regelt der Administrator die E-Mail-Verschlüsselung über zentrale Policies. Außerdem gibt es Data-Loss-Protection-Funktionen, um etwa über eine Art Fingerabdruckerkennung zu verhindern, dass sensible Dokumente das Haus verlassen.
Ihre Plattform für E-Mail-Sicherheit erweitert Proofpoint [1] um E-Mail-Verschlüsselung und Data-Loss-Prevention-Funktion (DLP). Dazu gibt es in der »Enterprise Privacy Suite« das Modul »Encryption« sowie den »Hosted Key Service«. Mit letzterem nimmt Proofpoint es Unternehmen ab, dass sie die eingesetzten Keys für Verschlüsselung selbst verwalten müssen. Der Administrator erstellt nun zentrale Regeln, die unternehmensweit gelten. So kann er vorschreiben, dass bei bestimmten Anwendern, wenn sie geschützte Daten versenden, diese zuvor automatisch verschlüsselt werden. Hat ein Anwender diese Berechtigung nicht, blockiert die Proofpoint-Lösung [2] den Versand, und der Administrator wird informiert. Daneben beherrscht Proofpoint 6 DKIM (Domain-Key-Identified-Mail). Damit können Unternehmen beglaubigen, dass ihre Mails wirklich von ihnen stammen und nicht Spam sind. Um dies zu überprüfen, muss auch der Empfänger DKIM beherrschen.
Die zentrale Übersichtsseite beim »Proofpoint Protection Server«
Für DLP untersucht die Proofpoint-Software einmal die Anhänge von E-Mails. Zum zweiten gibt es Funktionen, die spezielle Datenformate wie Kreditkarteninformationen erkennen. Als drittes lassen sich verschiedenste Dokumente schützen. Dazu erstellt Proofpoint von den sensiblen Dokumenten so genannte Fingerabdrücke. Versucht nun ein Nutzer solche Dokumente zu versenden, erkennt das die Lösung. Dabei ließen sich, so Peter Galvin, Chief-Marketing-Officer bei Proofpoint, auch Fragmente solcher geschützten Informationen erkennen, wenn etwa ein Anwender Teile in eine normale E-Mail kopiere.
In der »Enterprise Protection Suite« fasst Proofpoint die Funktionen für E-Mail-Sicherheit zusammen. Hier gibt es Funktionen für Anti-Spam, Anti-Virus und E-Mail-Volume-Control. Letzteres ist eine E-Mail-Firewall, die verhindert, dass etwa ein Denial-of-Service-Angriff den Mail-Dienst eines Unternehmens mit vielen parallelen Verbindungen lahm legt.
Die Funktionen von Proofpoint 6 stehen sowohl in einer Appliance, als Software-as-a-Service (SaaS) oder einer Kombination aus beidem zur Verfügung. Die zwei europäischen Rechenzentren liegen in Frankfurt und Amsterdam. Der Preis für die Enterprise-Privacy-Suite liegt bei 17 Euro pro Anwender und Jahr, wenn das Unternehmen zwischen 5000 und 10.000 Mailboxen betreibt.
[1] http://www.proofpoint.com/
[2] http://www.proofpoint.com/products/
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