iPhone-Würmer greifen auch iPad an:
Apple-Nutzer müssen sich auf Malware-Anstieg einstellen
Nicht nur viele Apps von Apples iPhone lassen sich problemlos auch auf dem iPad nutzen, auch Würmer, Malware und Viren sind kompatibel. Obwohl bisher noch relativselten, rechnen Experten durch den Erfolg der Geräte mit einem weiteren Anstieg solcher Angriffe und ihrer Gefährlichkeit.
(Fortsetzung des Artikels von Seite 1)
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Der erste große iPhone-Wurm kam noch in der freundlichen gestalt von Rick Astley.
Apple findet immer mehr Freunde: Über drei Millionen Stück seines neuen multimedialen Wunderdings iPad hat Apple [1] inzwischen weltweit abgesetzt und auch das neue iPhone sorgte wieder für lange Warteschlangen vor den Läden und ist bereits ausverkauft. Doch einhergehend mit den vielen neuen Freunden muss Apple auch die für das Unternehmen relativ neue Erfahrung machen, dass damit auch ganz neue »Feinde« kommen. Konnten sich Apple-Nutzer lange Jahre relativ sicher fühlen, da sich Hacker und Cyberkriminelle kaum für die wenig verbreiteten Trendprodukte interessierten, wird der Gegenwind nun schärfer.
Statt nur schadenfroh über die als löchrig wie ein Schweizer Emmentaler belächelten Betriebssysteme des Konkurrenten Microsoft zu spotten, müssen sich die Apple-Programmierer und Nutzer nun selbst mit einer – langsam aber stetig – wachsenden Anzahl an Viren für die eigenen Systeme herumschlagen. Hämische Meldungen, Artikel und Blogbeiträge wie »97,467 Microsoft Windows viruses vs. zero for Apple Mac’s OS X« (von 2005) gehören damit der Vergangenheit an.
Dass Apple 2006 ein paar iPods mit einem Windows-Virus (RavMonE.exe) auslieferte, oder im vergangenen Jahr der Wurm »Ikee« iPhones befiel, der ein Portrait des Musikers Rick Astley auf den Startbildschirm der betroffenen Smartphones lud, waren noch relativ harmlose Anfänge (siehe: Erster Wurmangriff auf das iPhone [2]). Allerdings zeigten sie bereits deutlich, dass zumindest iPhones, bei denen die Nutzer mit einem so genannten »Jailbreak« die eingebauten Sperren von Apple umgangen haben, angreifbar sind. Aber auch ohne die von Apple nicht tolerierten Jailbreaks sind die Trendgeräte gefährdet.
Hacker fangen zwei »i«s mit einer Klappe
Experten sind überzeugt, dass der Erfolg des iPads weitere Angriffe auslösen wird. (Bild: Montage / Apple / ioannis kounadeas, fotolia.com)
Gerade das Produkt, das Apples Aufstieg maßgeblich vorantrieb, das iPhone, ist so durch seine Massenhafte Verbreitung, besonders in finanziell relativ gut situierten Kreisen und unternehmerisch entscheidenden Positionen, auch für die Schattenwirtschaft ein lohnendes Ziel geworden. Und dieser Trend wird sich durch den enormen Erfolg des iPad sicher noch verstärken. Schon jetzt ist klar, dass sich die Cyberkriminellen über die Tatsache die Hände reiben, da sie durch das bei beiden Geräten eingesetzte iPhone-Betriebssystem mit einem Virus gleich beide Geräte ins fadenkreuz nehmen können. Laut Security-Hersteller Panda [3] ist es auch vorstellbar, dass sich die Geräte gegenseitig infizieren, so dass etwa ein verseuchtes iPhone bei der Synchronisation oder ähnlichem Kontakt auch gleich noch das iPad des Nutzers mit ansteckt.
»Im Moment gibt es noch keine Virusepidemien bei den Apple-Produkten. Je mehr sich die Produkte jedoch verbreiten, umso aufmerksamer werden Cyber-Kriminelle«, erklärt Louis Corrons, Technical Director bei PandaLabs. Dabei könnten gerade von Apple besonders forcierte Technologien wie HTML5 das Einfallstor bilden – auch ohne Jailbreaks: »Sobald zum Beispiel HTML5 häufiger genutzt wird – das iPhone unterstützt diese Programmiersprache durch den Safari-Browser – werden die Angriffe zunehmen. Alle Mac-User sollten daher die Sicherheit ihres Betriebssystems maximieren.«
Mit der Einstellung »Die meisten Mac-Nutzer grinsen süffisant bei jeder neuen Krisenmeldung über Windows-Lücken, die bekannt werden. Und dazu haben sie auch allen Grund…« ist es damit wohl auch bald vorbei und auch Apple-Nutzer, gerade im Business-Bereich, müssen sich mit der harten und erbarmungslosen Welt der professionellen Malware-Wirtschaft abfinden und entsprechende Gegenmaßnahmen ergreifen. Besser früher als später.
[1] http://www.apple.com/de/
[2] http://www.networkcomputing.de/netzwerk/sicherheit/artikel-8460.html
[3] http://www.pandasecurity.com/germany/
- 1. Seite: Apple-Nutzer müssen sich auf Malware-Anstieg einstellen
- 2. Seite: Hacker fangen zwei »i«s mit einer Klappe
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