Spam-E-Mails den Garaus machen:
Test: Anti-Spam-Server EPG 1000 von Abaca
Der Anti-Spam-Server EPG 1000 von Abaca reduziert eingehenden Spam auf einen Bruchteil der ungefilterten Rate. Im Test erwies sich das System als zuverlässiger und einfach zu bedienender E-Mail-Torwächter.
(Fortsetzung des Artikels von Seite 1)
Man stelle sich einen Rack-Server im Format 1 HE (Höheneinheit) vor, der das Unternehmen von sämtlichen Spam-Problemen befreit. Genau dies, sagt zumindest die amerikanische Firma Abaca [1], leistet ihr EPG-1000-Server.
Der Test, den Network Computing durchführte, zeigt, dass der EPG-1000 mit seiner speziellen Hardware und seinem exzellenten Setup-Support sehr gut zu kleineren Unternehmen passt, die ihren Kopf in Sachen Spam-Bekämpfung über Wasser halten wollen.
Interessant sein dürfte der Server aber auch für größere Organisationen, die ihre Messaging-Plattform unter Verwendung von Vmware [2] virtualisieren möchten.
Abacas EPG-1000 nutzt eine auf Reputation basierende Methode für die Spam-Erkennung und Quarantäne. Während sich andere Produkte zur Einschätzung von Spammer-Domänen auf Domänen-Blacklists verlassen, zapft Abaca zusätzlich einen »Receiver-Reputation«-Service an.
Dieser trifft seine Entscheidung auf Grundlage der Spam-Menge, die Benutzer typischer Weise empfangen. Dieser Wert wird bei der Berechnung der Ergebnisse mit berücksichtigt.
Nur 0,01 Prozent Spam kommt durch
Laut Abaca reduziert der EPG-1000 »False Positives«, also versehentlich als Spam eingestufte »gute« E-Mails, um das Zehnfache herkömmlicher Lösungen. Das System fängt nach Angaben des Herstellers 99,99 Prozent aller unerwünschten Nachrichten ab.
Unser Test ergab, dass der Server tatsächlich 99,99 Prozent des »E-Mail-Mülls« erkennt. Das System filterte 58976 Spam-E-Mails aus. Darunter befanden sich ganze acht False Positives, also rund 0,014 Prozent.
Wie wichtig eine Anti-Spam-Lösung ist, belegt folgender Wert: An die 81 Prozent aller E-Mails, die Network Computing im Rahmen des Test empfing, waren Spam. In Spitzenzeiten, etwa vor den Weihnachtsfeiertagen, steigt dieser Prozentsatz nach Angaben von IT-Sicherheitsfirmen teilweise auf mehr als 95 Prozent an.
Einfache Bedienung
Das Administrations-Dashboard des Servers ist gut durchdacht und funktionierte in Verbindung mit einem Exchange-2003-SP2-Server gut. Die Testumgebung umfasste 100 Real-World-Benutzer, und die hielten sich nicht zurück mit Komplimenten für den guten Service.
Das Dashboard von Aabaca EPG 1000: Der Systemverwalter sieht auf einen Blick, was
Wünschenswert wäre eine feinere Gliederung der Preisstruktur. Im Augenblick sind 3495 Dollar für das Gerät fällig, plus 2000 Dollar pro Jahr für den Receivernet-Premium-Service (auf Basis von 120 Benutzern). Darin enthalten ist eine dreijährige Garantie auf die Hardware.
Wir würden Preise bevorzugen, die mehr auf die Bedürfnisse kleiner und mittlerer Organisationen zugeschnitten sind. Barracuda Networks [3] beispielsweise bietet bei ihrer Lösung ein übersichtlicheres Modell, wenn es darum geht, ihr Gerät an die Anforderungen eines Unternehmens anzupassen.
Installation mithilfe eines Experten
Einen EPG-1000-Server in einem Unternehmen zu installieren, stellt für die IT-Abteilung kein Problem dar. Abaca bietet an, beim Setup des Produkts und der Konfiguration der Firewall eng mit einem Techniker zusammenzuarbeiten. Anschließend wird bestätigt, dass alles so funktioniert, wie es soll.
Natürlich kommt es zu einer Downtime des Mail-Servers, während der Mail-Server zur Nutzung des EPG-1000 als Inbound-Gateway konfiguriert wird. Dieser Prozess dauert ungefähr eine Stunde.
Server auch als Vmware-Image erhältlich
Zu einem angemessenen Preis ist ein Vmware-Image erhältlich. Wer diesen Weg gehen möchte, muss allerdings vor der Installation prüfen, ob für die Ausführung der virtuellen Appliance genügend Rechenleistung auf dem Server-System verfügbar ist.
Die Management-Schnittstelle besitzt ein durchdachtes Design. Die Oberfläche macht es dem Benutzer leicht, Funktionen zu finden und zu konfigurieren.
Fazit
Der Abaca-EPG-1000-Server hat im Test bewiesen, dass er eingehenden Spam zu annähernd 100 Prozent reduziert. Dabei hielt sich die Zahl der Fault Positives in einem extrem kleinen Rahmen - keine Selbstverständlichkeit bei Anti-Spam-Lösungen.
Die komfortable und übersichtliche Managementoberfläche macht das Setup zu einem »Klacks«, vorausgesetzt, der Administrator bereitet das Netzwerk und den Mail-Server entsprechend vor.
In Verbindung mit der integrierten Anti-Virus- und Anti-Phishing-Funktion und der Unterstützung von Vmware-Virtual-Machines ist Abaca ein ernstzunehmender Konkurrent für Lösungen von Barracuda, Brightmail, Postini oder Sophos.
[1] http://www.abaca.com/
[2] http://www.vmware.com/
[3] http://www.barracudanetworks.com/
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