Fahrlässiger Daten-Leichtsinn:
Jeder zehnte Deutsche surft ohne Virenschutz
»No Risk, no Fun« – Das scheint für viele Nutzer weiterhin das oberste Credo beim Surfen im Internet zu sein. Rund ein Viertel der Deutschen hält ihren Virenschutz nicht aktuell, jeder Zehnte surft sogar völlig ohne Security-Software im Web.
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Noch immer gibt es einige Nutzer, die sich offenbar für digital unverwundbar halten. (Bild: olly, fotolia.de)
Wie eine aktuelle Umfrage des Antivirensoftware-Anbieters Avira [1] unter knapp 6.000 Internetbesuchern deutlich zeigt, ist die Notwendigkeit von Sicherheitsmaßnahmen im Web noch lange nicht jedem User bewusst. Auf die Frage, welches Verhalten sie bei Auftauchen einer Virenfund-Meldung ihrer Security-Lösung reagieren, klafften die Antworten weit auseinander.
Zwar ist wenigstens die Mehrheit mit einer Virenschutzlösung ausgestattet und kümmert sich im Falle einer Infektionswarnung entsprechend sorgsam um die Beseitigung des Schädlings, notfalls auch manuell (41 Prozent). Allerdings gibt es auch noch immer eine viel zu hohe Zahl an uneinsichtigen Risikosurfern in Deutschland: So schert sich etwa Viertel der Anwender mit Virenschutz kaum um die Aktualität der installierten Schutzsoftware und klickt auftauchende Warnhinweise einfach achtlos weg, ohne sie zu lesen. Da nicht jeder Virenscanner nach so einem Klick auf die Virenmeldung auch für die nachhaltige Entfernung des Schädlings sorgt, führt dieses Verhalten den Einsatz einer Security-Suite wieder ad absurdum.
Noch schlimmer: Jeder zehnte Befragte konnte gar nichts von etwaigen Warnmeldungen der Antivirenlösung berichten – da sie erst gar keine entsprechende Software installiert haben. Ihre Daten, etc. zu klauen ist damit ein leichtes für Cyberkriminelle, die mit immer ausgefeilteren Viren, Trojanern und auch Methoden wie Social Engineering und Phishing angreifen. Meist würde der Diebstahl den Betroffenen durch die fehlende Schutzlösung gar nicht auffallen.
Die Software wird’s schon richten
Ebenso wie diejenigen, die ihren Rechner von Haus aus für uneinnehmbar halten, gibt es auf der anderen Seite eine kleine Zahl (drei Prozent) übermäßig Verängstigter, die bei einem Warnhinweis sofort das Netz verlassen und einen zweiten Virenscanner oder die Hotline des Anbieters zur Rate ziehen.
Und auch unter den eigentlich gut Abgesicherten gibt es eine Menge groben Leichtsinn. So dominieren im breiten Mittelfeld der ordentlich geschützten Anwender diejenigen, die sich zwar einmal intensiv mit der Konfiguration des Virenscanners und der Firewall beschäftigen – dann allerdings nie wieder Hand anlegen und hoffen, die Software werde schon alles im Griff haben. 13 Prozent der Befragten mit einer Virenschutzlösung zählen sich zu dieser Gruppe gefühlter Experten.
Reaktionen auf Warnmeldungen der Software. (Grafik: Avira)
Auf seinen Onlineseiten stellt Avira den Besuchern jeden Monat eine andere »Gewissenfrage« zum Thema IT-Security. Die Fragen und Ergebnisse der letzten Monate können hier [2] abgerufen werden.
[1] http://www.avira.de/
[2] http://www.free-av.com/de/news/68/avira_gewissensfrage.html
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