Cyberkriminalität:
Cyberattacken auf iPad-Nutzer über iTunes
Apples iPad ist in den USA gerade einmal drei Wochen auf dem Markt, und schon gibt es dafür die ersten Trojaner. Eine Masche von Cyberkriminellen: Sie offerieren ein vermeintliches Update für das iPad, das sich Nutzer via iTunes auf ihren Apple-Tablet-Rechner herunterladen sollen.
Als Attacke durch die Hintertür bezeichnet Bitdefender [1] die jüngste Angriffswelle auf das iPad. Nach Angaben von der IT-Sicherheitsfirma sind E-Mails im Umlauf, die ein neues iPad-Software Update bewerben.
iPad-User werden mithilfe von Spam-E-Mails auf ein angebliches Software-Update für den Tablet-Rechner aufmerksam gemacht.
Den Adressaten der Nachrichten wird empfohlen, über einen Link eine angeblich neue iTunes-Version herunterzuladen, um so das iPad-Update zu erhalten. Der Link in der Mail führt zu einer fast perfekt nachempfundenen Apple-Website. Installiert wird jedoch ein Backdoor-Trojaner, der es Angreifern ermöglicht, auf die jeweiligen Rechnerdaten zuzugreifen.
Den Trojaner, der die »Hintertür« auf dem kompromittierten PC öffnet, identifizierte Bitdefender als »Backdoor.Bifrose.AADY«. Diese Schadsoftware ermöglicht es dem Angreifer, auf alle Dateien zuzugreifen, die sich auf dem mobilen Rechner befinden.
Außerdem liest der Trojaner die Seriennummern und Produkt-Keys der Programme aus, die auf dem Rechner installiert sind. Damit nicht genug: Der Schädling stiehlt zudem die Passwörter von Instant-Messengern und E-Mail-Konten.
Auf einer gefälschten Apple-Web-Seite steht das Update, sprich der Trojaner, zum Download bereit.
Ein schwacher Trost: Betroffen sind derzeit nur Windows-User. Keine Gefahr droht iPad-Usern, die einen Macintosh-Rechner nutzen. In Deutschland und andern Ländern außerhalb der USA soll das iPad Ende Mai auf den Markt kommen. Dies macht den Tablet-Rechner noch attraktiver für Cyberkriminelle, weil sie dann eine deutlich größere Zielgruppe ansprechen können.
Fazit von Bitdefender: Auf jeden Rechner, egal ob zu Hause oder im Unternehmen, muss eine leistungsstarke und vor allem aktuelle Anti-Malware-Lösung installiert sein. Nur so lassen sich Attacken, wie die oben geschilderte, abwehren.
[1] http://www.bitdefender.de/
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