Verseuchte Jailbreaks für Apple-Geräte:
Trojaner versteckt sich hinter iPhone-Hack
Mit so genannten Jailbreaks versuchen viele Apple-Nutzer die Sperren ihrer iPhones zu umgehen, beispielsweise um die Providerbindung auszuhebeln. Allerdings versteckt sich in den Tools oft Malware. Derzeit gibt es beispielsweise mehrere Varianten, die den Trojan.BAT.AACL gleich mitinstallieren.
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Die umgebauten Apple-Geräte bergen gleich mehrere Gefahren für ihre Besitzer.
Die nahezu totale Abkapselung in der Apple [1]-Welt ist einer der häufigsten und stärksten Kritikpunkte an vielen von Apples hype-getriebenen »Wundergeräten« von iPhone bis iPad: Selbst vielen der echten Apple-Fans geht diese geschlossene »iWelt« inzwischen häufig einen Schritt zu weit, so dass sie sich nach mehr Möglichkeiten und Freiheiten sehnen. Zum Beispiel wollen viele ein iPhone nutzen, ohne dafür einen Vertrag beim jeweils exklusiven Provider zu unterschreiben.
Um das zu erreichen kursieren im Internet eine Menge so genannter »Jailbreaks« oder auch »Unlocker«, die das »proprietäre Gefängnis« des iPhones durchbrechen sollen. Selbst für das gerade eben erst erschienene iPad gibt es bereits einige solcher Tools, die einfach via PC-Synchronisation auf die Geräte heruntergeladen werden können. Doch nicht nur, dass man mit solchen Spielchen die Grenzen der Legalität überschreitet und darüber hinaus jegliche Garantie verliert; auch die eigenen Daten – nicht nur auf dem iPhone selbst - geraten durch die Jailbreaks schnell in Gefahr.
Denn häufig haben die Programmierer in den Hacks auch gleich noch einige Schnipsel Malware eingebaut, die ihnen Zugriff auf verschiedene Bereiche und Dienste der Geräte geben, oder auch den PC infizieren, von dem aus die Software auf das iPhone gespielt werden soll. So warnt etwa der Virenexperte BitDefender aktuell vor einigen Jailbreakern, die mit den Trojaner »Trojan.BAT.AACL« im Schlepptau haben.
Jailbreaks öffnen Einbrechern Tür und Tor
Mit aggressivem Email-Marketing versuchen die Cyberkriminellen in diesem aktuellen Fall neue Opfer zu finden. Die Mails versprechen den Empfängern eine einfache Möglichkeit, das iPhone zu entsperren, so dass sämtliche Netzwerkbeschränkungen aufgehoben werden und dadurch jede beliebige SIM-Karte verwendet werden kann. Lädt ein User jedoch per Synchronisation die Software von der angegeben Webseite herunter, infiziert er damit gleichzeitig seinen PC mit besagtem Trojaner.
Die Gefahr an Trojan.BAT.AACL besteht darin, dass der Schädling versucht, die bevorzugte DNS-Server-Adresse für Internet-Verbindungen auf dem PC in »188.210.[REMOVED]« zu ändern. Wenn dies gelingt, können die kriminellen Hintermänner sämtliche Internet-Aktivitäten des Opfers abfangen und ihn so beispielsweise auf Malware-verseuchte Versionen der entsprechenden Websites umzuleiten.
Doch nicht nur Malware wartet in den iPhone-Hacks auf deren Nutzer: Unsere Kollegen von der Network Computing werden in den nächsten Tagen eine Methode vorstellen, mit der sich die meisten der gehackten iPhones sekundenschnell von Fremden übernehmen lassen. Unter anderem ist es damit möglich, die Smartphones zu deaktivieren, was - im positivsten Fall - dazu genutzt werden kann, dass der Nutzer den Jailbreak wieder neu aufspielen muss.
[1] http://www.apple.com/de/
- 1. Seite: Trojaner versteckt sich hinter iPhone-Hack
- 2. Seite: Jailbreaks öffnen Einbrechern Tür und Tor
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