Schadsoftware via Torrent:
G-Data warnt vor massivem Malware-Befall von Online-Tauschbörsen
Der deutsche IT-Sicherheitsspezialist G-Data registriert seit Anfang der Woche eine massive Zunahme von Malware-verseuchten Dateien auf Peer-to-Peer-Services. Bei Torrentreactor.net sind mehr als 90 Prozent aller Files mit Schädlingen infiziert.
Fast verdreifacht hat sich laut G-Data [1] seit Anfang der Woche der Anteil von infizierten Dateien, die über Online-Tauschbörsen angeboten werden. Vor allem Raubkopien von Software, Kartenmaterial für Navigationsgeräte, Klingeltöne, Videos und Musikmitschnitte werden nach Angaben der Bochumer Firma mit Schadsoftware »hinterlegt«.
Als Malware-Schleuder missbraucht: Cyber-Gangster nutzen Services wie Torrentreactor, um auf fremden Rechnern Schadsoftware zu platzieren.
Laut der Statistiken, die G-Data im Rahmen seiner »Malware-Information-Initiative« erhebt, ist derzeit die Webseite http://www.torrentreactor.net [2] der größte Verbreiter von Schadcode. An die 90 Prozent aller Files, die über diesen Service ausgetauscht werden, enthalten Viren, Trojaner, Würmer oder andere Schädlinge. Damit ließ Torrentreactor andere Dienste wie Torrent.to und The Pirate Bay weit hinter sich.
Sollte dieser Trend anhalten, so G-Data, ist alleine im September mit einer Verdopplung der Zahl von Malware-Files auf Peer-to-Peer-Netzen zu rechnen.
Hohe Nutzerzahlen machen Torrent-Dienste interessant
Für Cyber-Kriminelle sind Torrent-Services deshalb so interessant, weil täglich mehrere Millionen User diese Angebote nutzen. G-Data zufolge fielen im August folgende Domains besonders häufig als Malware-Verbreiter auf: Torrent.to mit 4076 gemeldeten Domains, Torrentreactor.net mit 3456 Domains und ThePiratebay.org mit 389.
Wie berichtet (siehe Wie Unternehmen ihre Rechner vor Schadsoftware schützen können [3]), stellen verseuchte Files, die User über P2P-Netze beziehen, nicht nur für Privatrechner ein Risiko dar. Da auch viele Mitarbeiter an ihrem Arbeitsplatzrechner Torrent-Services nutzen, kann auf diesem Weg Malware in Firmennetze gelangen.
Lösung: Traffic-Management und Firewalls
Eine Option für Firmen besteht darin, die Nutzung von solchen Services generell zu untersagen oder zumindest zu kontrollieren. Das lässt sich mithilfe von Firewalls oder Traffic-Management-Systemen bewerkstelligen.
Ein besonders interessantes Produkt hat unter anderem die Firma Palo Alto Networks [4] entwickelt (in Deutschland von Spacenet [5] angeboten). Die Firewalls der PA-Serie erlauben eine extrem feinkörnige Steuerung des Datenverkehrs. So lässt sich für jede Nutzergruppe oder einzelne User festlegen, wer wann auf welche Services zugreifen darf, etwa P2P-Dienste, einzelne Web-Sites, VoIP-Dienste wie Skype oder Videoportale.
[1] http://www.g-data.de/
[2] http://www.torrentreactor.net
[3] wie-unternehmen-ihre-rechner-vor-schadsoftware-schuetzen-koennen/
[4] http://www.paloaltonetworks.com/
[5] http://www.spacenet.de/
» Newsletter abonnieren
Täglich aktuelle News und Hintergründe für Fachhändler, ITK-Hersteller, Distributoren und aus der Online-Welt.
» Tipp der Redaktion
Das sind die Top-Notebooks
Auf der Suche nach neuen Notebooks sieht man oft den Wald vor lauter Bäumen nicht. Unsere Kollegen von der PC Go haben daher die besten Geräte für Sie getestet.
NEC prämiert die schönste Installation
Einen Fotowettbewerb der etwas anderen Art startet NEC Display Solutions für seine Partner. Unter dem Motto »Application Picture Competition« können NEC-Partner Bilder einsenden, die NEC-Produkte im Einsatz zeigen. Für die kreativsten Fotografen winkt als Preis ein iPhone.
SAP will den Cloud-Anbieter Ariba übernehmen
Der Softwareanbieter SAP steht vor einem weiteren großen Zukauf im SaaS-Segment: Für 4,3 Milliarden Dollar wollen sich die Walldorfer den kalifornischen Beschaffungsspezialisten Ariba einverleiben und das Cloud-Geschäft auf diese Weise ausbauen.
» Bilderstrecken
» Meistgelesene News
So sexy sind Deutschlands Bäuerinnen
Vor kurzem war es wieder soweit: Die Macher des Deutschen Bauernkalenders suchten nach den schönsten Botschafterinnen für die Landwirtschaft. Die ansprechendsten Bewerberinnen kamen zum Casting nach München und Hamburg. Wir zeigen Ihnen die besten Bilder der Vorauswahlen in unserer Bilderstrecke ...
Massenentlassungen bei HP geplant
Der Rückgang der PC-Nachfrage und die Zusammenlegung von PC-und Druckersparte haben einschneidende Konsequenzen für die Mitarbeiter von HP. Es sollen laut Medienberichten 30.000 Mitarbeiter entlassen werden.