Glänzende Geschäfte mit »Rogueware«:
Falsche Sicherheitssoftware bringt 34 Millionen Dollar im Monat
Nach Angaben der IT-Sicherheitsfirma Panda Security läuft das Geschäft mit gefälschter Sicherheitssoftware glänzend. Die Fachleute schätzen den Umsatz mit solchen Programmen auf 34 Millionen Dollar pro Monat.
»Cyberkriminelle sind nicht mehr darauf angewiesen, persönliche Daten von Internet-Usern zu stehlen, um Geld zu machen«, ist in einem Sicherheitsreport von Panda Security [1] zu lesen, den das Unternehmen am 29. Juli veröffentlichte. Eine Einnahmequelle, die Cybergangster in verstärktem Maße für sich entdecken, ist Rogueware, also »gefakte« Sicherheitssoftware.
Von wegen Anti-Viren-Software: Auch bei
Sie gaukelt Internet-Usern vor, dass ihr Rechner mit Viren und Trojanern verseucht ist. Die Anbieter von Rogueware haben denn auch gleich eine Lösung parat: Sie bieten »Sicherheitsprogramme« an, die das System des verschreckten Nutzers säubern – gegen Bezahlung. Wie eine solche Rogueware-Kampagne im Detail verläuft, hat vor kurzem G-Data [2] dokumentiert (siehe unseren Artikel [3] dazu).
Dramatischer Anstieg von Rogueware-Versionen
Laut Panda Security erlebte das Geschäft mit Rogueware im vergangenen Jahr einen massiven Aufschwung. Das Unternehmen entdeckte 55.000 Spielarten solcher Programme. Bis Ende des dritten Quartals dieses Jahres soll diese Zahl auf 637.000 steigen – ein geradezu dramatischer Zuwachs.
Panda schätzt, dass die Organisationen, die hinter dieser Abzockmasche stehen, damit im Monat rund 34 Millionen Dollar umsetzen. Die meisten dieser vermeintlichen Sicherheitslösungen kosten zwischen rund 50 und 80 Dollar.
Die Sicherheitsspezialisten gehen davon aus, dass weltweit etwa 35 Millionen Rechner pro Monat durch solche Programme verseucht werden. Zur »Vermarktung« ihrer Produkte setzen die Cyberkriminellen verstärkt auf Werbung über Social-Networks wie Facebook und Co. Zudem manipulieren sie die Trefferlisten von Suchmaschinen, um ihre Produkte möglichst prominent bei Google, Yahoo oder Bing zu platzieren (siehe dazu Beiträge unter »Verwandte Artikel« unten).
[1] http://www.pandasecurity.com/
[2] http://www.gdata.de/
[3] praxis-tippfehler-domains-locken-in-die-falle/
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