Sicherheitstipps für Social-Network-Nutzer:
Hacker lieben Social-Networks: Über neue 575 Koobface-Varianten
Im Juni entdeckte Kaspersky Lab über 575 Varianten des Facebook-Wurms »Koobface«. Der Sicherheitsanbieter beobachtete im Juni einen so noch nicht dagewesenen dramatischen Anstieg von Cybercrime-Aktivitäten in sozialen Netzen.
Social-Networks eignen sich hervorragend, um Malware zu verbreiten. Dass sich das lohnt, zeigt auch der Wurm »Koobface«, der sich über Facebook und MySpace verbreitet. Der Sicherheitsanbieter Kaspersky Lab [1] hat im Juni 575 neue Varianten der Malware entdeckt. Damit stieg die Gesamtzahl Ende Juni auf insgesamt 899 Variationen. »Noch nie haben wir einen so starken Anstieg an Cybercrime-Aktivitäten im Bereich sozialer Netzwerke gesehen«, kommentiert Stefan Tanase, Malware-Analyst bei Kaspersky Lab, die Entwicklung. Mit Koobface-infizierte Rechner senden die Malware an die Freundeslisten des Users. Deshalb rät der Sicherheitsanbieter zu Vorsicht und gibt Tipps, wie sich Infektionen vermeiden lassen.
Im Juni haben die Varianten des Social-Network-Wurms »Koobface« dramatisch zugenommen, so die Beobachtung von Kaspersky Lab.
Generell sollten Anwender bei verdächtigen Nachrichten nicht auf Links klicken, auch wenn diese vermeintlich von einem Freund kommt. Weiter ist es wichtig, dass der verwendete Browser immer auf dem aktuellen Stand ist. User sollten möglichst wenig persönliche Informationen wie Adresse oder Telefonnummern veröffentlichen. Eigentlich ist es selbstverständlich, wird aber nicht immer beachtet: Auf den Rechner gehört eine Anti-Virus-Software mit den aktuellen Updates.
Koobface versendet Kommentare und Nachrichten an die Freundeslisten, die er in einem Facebook- oder MySpace-Account findet. Fällt der Nutzer darauf rein und klickt den Link an, landet er auf einer gefälschten YouTube-Seite. Diese fordert ihn zum Download des Flash-Players auf. Tatsächlich fängt sich der Nutzer jedoch Koobface ein und das Spiel geht von vorne los. Mittlerweile greift der Wurm auch Hi5, Bebo, Tagged, Netlog und Twitter an.
[1] http://www.kaspersky.com/de/
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