Von Zugangskontrolle bis Cloud-Computing-Lösungen:
McAfee als Ringmagnet für Netzwerksicherheit

von Bernd Reder (bernd.reder@networkcomputing.de), Jürgen Höfling

22.05.2009

Nach der Einkaufstour ist vor der Einkaufstour oder McAfee als Ringmagnet: Diesen Eindruck vermittelte zumindest der ehemalige Secure-Computing-Manager und frisch gebackene McAfee-Mann Dan Ryan, der in München seine Firma als neues Schwergewicht in Sachen Netzwerk-Sicherheit präsentierte.

Der neue Geschäftsbereich »Network Security« bei McAfee [1], in den mittlerweile als größter zugekaufter Brocken Secure Computing integriert worden ist, macht derzeit laut Ryan einen Umsatz von rund 500 Millionen Dollar. Dieser Betrag soll möglichst schnell verdoppelt werden.

Laut Ryan, der als General Manager für den Geschäftsbereich verantwortlich ist, hat man schon jetzt die breiteste Programmpalette im Bereich Netzwerksicherheit, von Network-Access-Control (NAC) bis Netzwerk-DLP (Data Loss Prevention), und von E-Mail-Schutz bis Einbruchsprävention (Intrusion Prevention).

Leitet McAfees neuen BereichNetwork Security: Dan Ryan,ehemals Geschäftsführervon Secure Computing.

McAfee will seine Produktpalette in den nächsten Monaten durch »Lösungen aus einer Hand« und technologisch durch »Next-Generation-Produkte« ausbauen, vor allem im Firewall-Bereich.

Zentrales Management

Dreh- und Angelpunkt der Integrationspolitik von McAfee im Bereich Netzwerksicherheit ist die Managementplattform »Enterprise Protection Orchestration« (ePO). Mit ihr lassen sich alle Produkte des Herstellers über eine einzige Konsole steuern. Das Nebeneinander von vielen Managementlösungen – und der damit verbundene erhöhte Aufwand für Netzwerk- und Security-Fachleute im Unternehmen – sollen damit der Vergangenheit angehören.

In diese Konsole soll später auch die McAfee-Produktsuite im Bereich Client-Sicherheit integriert werden. Für McAfee ist eine Plattform wie ePO als »mächtige Sicherheits-Middleware«, so Ryan, der große Integrator in Richtung Wettbewerb und der große Anziehungspunkt, sprich Magnet, in Richtung Anwender.

Dienste aus der »Cloud«

Zu den Trends im Bereich IT-Security, auf die auch McAfee setzt, gehört das Verlagern von Sicherheitsservices in die »Cloud«. Ende April stellt den »McAfee Web Protection Service« vor, die nach Angaben der Firma weltweit erste SaaS-Sicherheitslösung (Software as a Service).

Grundlage des Angebots ist die Gateway-Technologie von McAfee (ehemals »Web Washer«). Der Vorteil der Lösung: Der Nutzer muss weder Software noch Hardware in seinem Unternehmen installieren, um das Netz und die Systeme darin zu schützen.

Der Web Protection Service besteht aus sechs Komponenten. Die erste ist ein Filterdienst auf Grundlage des »Trusted-Source«-Netzwerks von McAfee. Er bewertet Web-Seiten daraufhin, ob sie »gut« oder »böse« sind und sperrt gegebenenfalls den Zugriff auf Sites, die mit Schadcode hinterlegt sind.

Regeln für Web-Zugriff

Hinzu kommen ein Malware-Schutz sowie Sicherheitsfunktionen für User in Home-Offices oder Außenstellen. Ein Authentifizierungsverfahren stellt sicher, dass nur dazu autorisierte User auf Ressourcen zugreifen.

Mit dem Web Protection Service lassen sich zudem Regeln für den Web-Zugriff erstellen. Dadurch lässt sich beispielsweise steuern, ob beziehungsweise wann Mitarbeiter Zugang zu Seiten wie Youtube, Social-Networks oder Ebay erhalten.

Für den IT-Manager wichtig sind Reports und Dashboard, die einen Überblick über die Sicherheitslage geben. Sie informieren beispielsweise über Bedrohungen und Angriffe auf das Unternehmensnetz.

[1] http://home.mcafee.com/

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