Sicherheit für mobile Rechner:
Gestohlene Notebooks mittels SMS sperren
IT-Manager, welche die Tracking-Software »Computrace« von Absolute Software nutzen, können nun gestohlene Notebooks per SMS sperren. Auch das Orten von Rechnern ist möglich.
(Fortsetzung des Artikels von Seite 1)
Mit der »Computrace«-Funktion »Monitoring Center Initiated Calling« (MCIC) können IT-Verwalter den Computrace-Agenten mit einer SMS anweisen, sich unmittelbar zurückzumelden, statt die regelmäßigen Rückmeldeintervalle abzuwarten. Zusätzlich lassen sich mit MCIC weitere Funktionen des Programms von Absolute Software [1] aktivieren, etwa das Fernlöschen von Daten auf einem Rechner.
So funktioniert Computrace: Statusinformationen des Rechners werden an ein Datacenter von Absolute Software übermittelt. Der Nutzer kann diese Daten über ein Web-Interface abrufen.
Zudem kann der Administrator den Standort von Rechnern ermitteln oder diese mithilfe der Anti-Theft-Technologie von Intel [2] sperren.
Der Beta-Test der MCIC-Funktion erfolgte in Zusammenarbeit mit dem Absolute-Partner Qualcomm. »Qualcomm ist Technologiepartner und Kunde von Absolute Software«, sagt Matthew Clark, Senior Director of Information Technology bei dem Hersteller von Chips für mobile Rechner und Smartphones. »Wir verlassen uns auf das IT-Asset-Tracking von Absolute, den Datenschutz und, wenn nötig, auch auf den Wiederbeschaffungsservice, um unsere Geräte und Daten zu schützen.«
Je schneller ein verlorener Laptop wiederentdeckt wird, desto niedriger sind die Kosten, die durch den Verlust entstehen. Das Ponemon-Institut [3] hat herausgefunden, dass der Verlust eines Laptops rund 49.000 US-Dollar (34.000 Euro) kostet. Findet ein Unternehmen das verlorene Gerät noch am selben Tag wieder, verringern sich die Kosten auf weniger als 9.000 US-Dollar (6.000 Euro).
Wie Computrace funktioniert
Computrace ist nach Angaben des Anbieters die einzige Lösung auf dem Markt, mit der Unternehmen den Standort eines vermissten Rechners lokalisieren und gleichzeitig Maßnahmen einleiten können, um den Computer und darauf befindliche Daten zu schützen.
Kern der Technik ist ein Software Agent, der entweder bereits werksseitig in die Firmware von Computern eingebettet oder vom Anwender installiert wird.
Dieser Agent übersteht daher auch die Neuinstallationen des Betriebssystems sowie das Formatieren und den Austausch einer Festplatte. Einmal aktiviert, nimmt der Agent regelmäßig Kontakt mit dem Absolute-Rechenzentrum auf und übermittelt Standortdaten sowie Systeminformationen.
Der Nutzer loggt sich in das Center ein und erhält so Zugang zu diesen Informationen, kann seinen IT-Systembestand verwalten, Berichte erstellen, Daten aus der Ferne löschen und Standortdaten seines Rechners oder der mobilen Geräte auf einer Karte anzeigen lassen.
Der Standort von Rechnern wird auf einer Karte angezeigt.
Wurde ein Computer gestohlen, schaltet sich das Theft-Recovery-Team ein. Es nutzt die Informationen, die der Agent an das Überwachungszentrum sendet, um zu ermitteln, wer den Computer in Besitz hat- Dabei nutzt das Team unterschiedliche Techniken, einschließlich Aufzeichnung der Tastatureingaben, Registrierungs- und Dateiüberprüfung, Geolokation und weitere Ermittlungstechniken.
Preis und Verfügbarkeit
MCIC ist ab sofort ohne Aufpreis für alle Computrace-Versionen für Windows erhältlich. Darüber hinaus ist ein Rechner mit mobilem Breitband-Adapter nötig, wie etwa dem »Gobi«-Modul von Qualcomm.
Außerdem ist ein Vertrag mit einem Mobilfunk-Service-Anbieter erforderlich. Um Befehle zu empfangen, muss der Rechner angeschaltet sein. Andernfalls erhält er die Steuerbefehle, wenn er wieder gestartet wird.
[1] http://www.absolute.com/
[2] http://www.intel.de/
[3] http://www.ponemon.org/
- 1. Seite: Gestohlene Notebooks mittels SMS sperren
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