Sicherheitssysteme: Unified-Threat-Management:
Underground8 schützt vor der bösen Web-2.0-Welt
Web-2.0-Anwendungen wie Blogs, Wikis, soziale Netzwerke, wie Facebook oder Xing, und Videoportale à la Youtube halten Einzug in Unternehmensnetze. Doch damit sehen sich die IT-Fachleute auch mit neuartigen Bedrohungen konfrontiert.
(Fortsetzung des Artikels von Seite 1)
Auch wenn viele Firmen nach einer Untersuchung der Beratungsfirmen Gartner [1] und Forrester Research [2] noch nicht allzu viel mit Web-2.0-Techniken anzufangen wissen, ist der Vormarsch von Blogs, Instant-Messaging-Programmen und Social-Networking-Anwendungen in Unternehmen nicht aufzuhalten. Dafür sorgen alleine jüngere Mitarbeiter, die auch bei der Arbeit nicht auf solche Kommunikationsformen verzichten wollen.
Günther Wiesauer, CEO von Underground8.
Web-basierte Collaboration-Tools erhöhen beispielsweise die Mobilität und Flexibilität der Mitarbeiter; Wikis erleichtern den internen und externen Informationsaustausch, und Corporate Blogs dienen der Außendarstellung.
Hinzu kommt, dass eine Vielzahl von Geschäftsideen, wie etwa Social-Networking-Plattformen, auf Web-2.0-Anwendungen beruht.
Allerdings birgt das interaktive Netz auch neuartige Gefahren für die IT-Infrastruktur: Unternehmen, die Web 2.0-Anwendungen in ihre Arbeitsprozesse integrieren, setzen ihr Netzwerk einer größeren Gefahr aus, mit Trojanern, Viren, Malware oder Hacker-Angriffen konfrontiert zu werden. Mit dem Verbot, bestimmte Anwendungen einzusetzen, oder dem Sperren von Ports ist solchen Problemen nicht beizukommen.
Gefahren durch Web-2.0-Anwendungen abwehren
»Erforderlich ist ein Unified Threat-Management-System wie unser Limes MF«, sagt Günther Wiesauer, einer der beiden Geschäftsführer von Underground8 [3]. Das Unternehmen, das in Linz (Österreich) zu Hause ist, hat sich auf UTM-Systeme spezialisiert, die auf kleine und mittelständische Firmen zugeschnitten sind.
Und genau diese Zielgruppe will eines nicht: Jeder potenziellen Bedrohung mit einer separaten Sicherheitslösung begegnen. Ein solcher »Zoo« von Geräten und Software ist teuer und kaum zu managen.
Deshalb hat Underground in die Appliance Limes MF eine ganze Reihe von Sicherheitsfunktionen integriert:
• eine Mail-Filter-Engine mit mehrstufigem Spam-Filter, der E-Mail-Würmer, Spam oder Phishing erkennt und blockiert,
• einen Anti-Threat-Filter, der vor Viren, Würmern, Trojanern und Spyware schützt,
• unlimitierte VPN-Verbindungen und integrierte VPN-Clientsoftware,
• eine Stateful-Inspection-Firewall für eine verbesserte Paketfilterung,
• ein Port-basiertes Bandbreitenmanagement,
• einen integrierten Anwendungs-Proxy für Protokolle wie HTTP, FTP, POP3, SMTP, Voice over IP, Skype und Peer to-Peer-Anwendungen,
• Intrusion-Detection und -Prevention gegen gezielte Angriffe sowie
• einen stündlichen Update-Service mit verschlüsseltem Datentransfer.
Einfache Installation
Beim Design seiner Produkte legt Underground8 Wert auf einfache Bedienung. »Je komplexer ein Sicherheitssystem ist, desto schwieriger ist die Konfiguration und desto schneller schleichen sich Fehler ein«, so Günther Wiesauer. Daher liefert Underground8 seine Appliances mit Voreinstellungen aus, die der Anwender nur leicht modifizieren muss.
Einsatzbeispiel einer Limes-MF-Appliance: Außendienstmitarbeiter greifen
von unterwegs oder dem Home-Office aus über VPN-Verbindungen auf
Daten und Anwendungen im Firmennetz zu.
Ein VPN aufzusetzen, dauert daher nach Angaben des Unternehmens von Anwendern nur wenige Minuten, im Schnitt eine halbe Stunde.
Bei den VPN-Techniken unterstützt Limes MF neben L2TP und IPSec auch virtuelle private Netze auf Basis von SSL. Allerdings empfiehlt der Hersteller aus Sicherheitsgründen den Einsatz von Client-gestützten Lösungen wie IPSec. Eine kostenlose Client-Software liegt den Systemen bei.
Neun Modelle verfügbar
Underground8 bietet derzeit neun Versionen der Limes MF an. Das kleinste, die Limes-MF-100-Appliance, ist für etwa zehn Nutzer ausgelegt. Das größte System Limes MF 4000 hat einen Firewall-Durchsatz von 2,4 GBit/s und verkraftet an die 400 »Power-User«.
Herzstück der UTM-Systeme sind applikationsspezifische ICs (ASICS), die Underground8 selbst entwickelt hat.
Boxen in Orange: Derzeit bietet Underground8 neun Versionen seiner
Limes-MF-Appliances an.
»Unser Ziel war es, kleine Security-Systeme zu entwickeln, die dieselben Funktionen bieten wie große und damit teure Geräte«, erläutert Günther Wiesauer. Das Konzept scheint aufzugehen. Derzeit ist die Linzer Firma in Österreich, Deutschland und der Schweiz aktiv. Allerdings gibt es Überlegungen, nach Osteuropa, Großbritannien und Frankreich zu expandieren.
Hier der Link zur Web-Seite mit den technischen Spezifikationen von Limes MF [4]. Einsatzszenarien sind auf dieser Seite [5] zu finden. Und hier noch eine Aufstellung der Limes-MF-Modelle [6].
[1] http://www.gartner.com
[2] http://www.forrester.com/
[3] http://www.underground8.com/
[4] http://www.underground8.com/de/limes_MF/TechSpecs.php
[5] http://www.underground8.com/de/limes_MF/Fallbeispiel_MF.php
[6] http://www.underground8.com/de/limes_MF/Modelle_MF_neu.php
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