Mac-Daten schützen:
PGP erweitert Software für Verschlüsselung von Macintosh-Rechnern
Mit Whole Disk Encryption bietet PGP eine Software an, die Festplatten von Rechnern unter Mac OS X verschlüsselt. Der Hersteller hat diese Sicherheitslösung jetzt um eine Pre-Boot-Authentifizierung erweitert.
Seine Sicherheitssoftware Whole Disk Encryption 9.9 hat PGP [1] um eine wichtige Funktion ergänzt: die Authentifizierung von Benutzern, bevor ein Rechner unter Mac OS X startet. Dies verhindert, dass ein Angreifer nach dem Booten mithilfe spezieller Tools das Betriebssystem und verschlüsselte Daten »bearbeiten« kann.
Whole Disk Encryption verschlüsselt auch Daten, die auf mobilen Speichergeräten lagern, die an Mac-Rechnern angeschlossen sind.
Version 9.9 von Whole Disk Encryption unterstützt die Mac-OS-X-Ausgaben »Tiger« und »Leopard« von Apple. Laut PGP bietet das Unternehmen als einziger Hersteller Verschlüsselungssoftware für Macs und Windows-Rechner an, die von der US-Regierung auf Basis der Norm FIPS 140-2 zertifiziert wurden.
Mit der Erweiterung der Funktionen von Whole Disk Encryption trägt PGP dem Umstand Rechnung, dass sich Macintoshs wachsender Beliebtheit erfreuen, auch in Unternehmen.
Marktanteil von Mac OS bei 4,5 Prozent
Nach Schätzung der Web-Analyse-Firma Net Applications lag der Marktanteil von Mac OS im Mai dieses Jahres bei 7,8 Prozent. Das scheint allerdings etwas zu hoch gegriffen. Marktforscher wie Gartner [2] und IDC [3] kommen auf etwa 4 bis 4,5 Prozent. Forrester Research [4] taxiert für 2007 den Anteil von Mac OS in großen Unternehmen auf 4,2 Prozent. Windows XP kommt auf 75 bis 78 Prozent, Vista immerhin auf 14 bis 15 Prozent.
Ein Pluspunkt der Sicherheitslösung von PGP ist, dass sich alle Datenträger, sprich Festplatten und mobile Speichergeräte, von einer zentralen Konsole aus verwalten lassen. Das gilt für die Speicher in Windows- und Mac-OS-Systemen.
Alternative: Checkpoint Full Disk Encryption
Whole Disk Encryption verschlüsselt alle Daten, die auf Mac-OS-Rechnern gespeichert sind, inklusive der Informationen auf externen Datenträgern wie USB-Sticks. Auch die System- und Boot-Dateien sowie ausgelagerte Systemdaten werden geschützt.
Zu den schärfsten Konkurrenten von PGP im Bereich Verschlüsselung zählt Checkpoint [5]. Die Firma bietet mit Full Disk Encryption ein vergleichbares Produkt an (siehe Beitrag unten).
Seit Ende Mai unterstützt die Lösung ebenfalls Mac OS, außerdem Windows und Linux. Zudem lassen sich Daten auf mobilen Geräten schützen, die Windows Mobile oder Palm verwenden.
Noch ein Hinweis: Einen Vergleichstest von Tools für die Festplattenverschlüsselung finden Sie unten in der Liste der verwandten Artikel. Der Titel des Beitrages: "Festplatten vor Langfingern schützen".
[1] http://www.pgp.com/
[2] http://www.gartner.com/
[3] http://www.idc.com/
[4] http://www.forrester.com/
[5] http://www.checkpoint.de/
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