Sicherheit: Anti-Spam-Lösung:
Kurztest: Anti-Spam-Software »Cloudmark Server Edition«

von Bernd Reder (bernd.reder@networkcomputing.de), Dirk Jarzyna

16.05.2008

Kreativ und erfolgreich nutzt die Cloudmark-Server-Edition ein Entdeckungssystem, das über die üblichen Methoden der Spam-, Virus- und Phishing-Entdeckung hinausgeht.

Cloudmark [1] Server Edition, kurz CSE, integriert sich auf einfache Weise in Microsoft [2]-Exchange-Server-Installationen. Da sich das Produkt nicht auf Massenverschiebungen von Nachrichten stützt, benötigt es keinen eigenen Server und teilt sich eine Maschine komfortabel mit Exchange.

Exchange-Administratoren erscheint CSE sofort vertraut, womit einer einfachen Bedienung nichts im Wege steht. Die Administrationskonsole und der Installationsassistent arbeiten perfekt zusammen und führen den Administrator durch die mächtigen, aber nicht zu voluminösen Optionen.

Die Funktionsweise von Cloudmarks Anti-Spam-Lösung

Im Verlauf der Installation beziehungsweise Konfiguration ist global festzulegen, wohin CSE Spam verschieben soll: in einen individuellen Spam- oder in einen öffentlichen Ordner. Das Design des Produkts begünstigt individuelle Ordner, denn diese Wahl erlaubt eine schnelle Skalierung in Echtzeit. Der Administrator muss HTTP-Proxy-Support über Port 80 einrichten oder Port 2703 für die Verbindung mit den Cloudmark-Service öffnen.

Fingerabdrücke entscheiden über »Ja« oder »Nein«

Nach der Installation steht die CSE-Administrationskonsole zur Verfügung, um genauer zu beschreiben, wie das Produkt arbeiten soll.

An diesem Punkt muss der Administrator ein grundlegendes Prinzip verstehen: Wenn die Benutzer Nachrichten empfangen, werden diese gegen einen Fingerprinting-Algorithmus geprüft. Dies produziert einen Hash-Wert, den das Produkt zum Cloudmark-Service sendet.

Der Cloudmark-Service verifiziert den Hash-Wert gegenüber einer Datenbank bekannter schlechter »Fingerabdrücke«. Die Einträge in dieser Datenbank basieren auf kollektiven Entscheidungen. Abhängig vom Ergebnis der Prüfung landet die Nachricht im Posteingang des Benutzers oder im Spam-Ordner.

Entdeckt ein Benutzer eine falsch klassifizierte Nachricht, verschiebt er normalerweise diese und klassifiziert sie damit neu. Diese Prozedur übermittelt das Programm an den Cloudmark-Service, woraufhin die Datenbank aktualisiert wird.

CSE erwies sich im Test als zuverlässiges Anti-Spam-System. Ein großer Vorteil im Vergleich zu anderen Lösungen ist, dass die Software keinen separaten Server benötigt. Das spart Kosten und erleichtert die Administration.

[1] http://www.cloudmark.com/
[2] http://www.microsoft.de/

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