IT-Sicherheitsdienste:
Security-Dienstleister unter Druck
Bei Standardthemen im Security-Umfeld sind die Dienstleister einem spürbaren Preis- und Wettbewerbsdruck ausgesetzt, so eine Studie der Experton Group. Zuverlässigkeit und Qualität des einzelnen Dienstleisters sind zwar entscheidend, aber gegenüber dem Neukunden schwer nachzuweisen.
(Fortsetzung des Artikels von Seite 1)
In Deutschland wird der Markt für Security-Services nach Angaben der Experton Group [1] durch rund 70 Dienstleister geprägt. Hinzu kommt eine größere Anzahl an kleinen und lokalen Beratern und Systemhäusern.
Der Markt für IT-Security-Dienstleistungen wird in Deutschland von 2,1 Milliarden Euro im Jahr 2008 auf knapp 2,4 Milliarden Euro im nächsten Jahr wachsen. Dies entspricht einer Zunahme um rund zwölf Prozent. Jedes Systemhaus sollte bemüht sein, ein Alleinstellungsmerkmal herauszuarbeiten und sich gegenüber dem Kunden klar zu positionieren.
»Full-Service-Anbieter wiederum müssen in Mainstream-Segmenten standardisierte Dienstleistungs- oder Lösungsbausteine definieren, um angesichts des Preisdrucks Leistungen möglichst kosteneffizient erbringen zu können«, empfiehlt Wolfram Funk, Senior Advisor bei der Experton Group. Sie haben außerdem typischerweise einen hohen Anteil am Produktumsatz, der nicht selten 40 bis 50 Prozent ihres Gesamtumsatzes im Security-Bereich umfasst.
Viele Anbieter stehen zur Wahl
Umso wichtiger sei die Wahl der richtigen Partner auf Herstellerseite. Es geht nicht nur darum, die Marktführer zu identifizieren, sondern es sollten auch Nischenanbieter und Neugründungen beziehungsweise »Emerging Vendors« geprüft werden.
Über 150 Security-Produktanbieter sind am deutschen Markt präsent oder möchten hier aktiv werden. Die Liste wird monatlich länger – besonders Anbieter aus den USA, aus Osteuropa und aus Israel treten auf den Plan.
Im Partnermanagement begehen aber die Dienstleister häufig Fehler. »Oftmals geht der Dienstleister schlichtweg zu viele Partnerschaften ein. Die Vielfalt der darauf basierenden Lösungspakete ist schwer zu managen«, konstatiert Wolfram Funk. Er empfiehlt, sich weniger von persönlichen Beziehungen leiten zu lassen als von einer objektiven Prüfung der Produkte. Den Markt mittelfristig verändern wird das Thema »Software as a Service« (SaaS). Der Trend geht weg von Lizenzen hin zu Miete.
Für Dienstleister, die sich weder auf den Wiederverkauf von SaaS noch auf das Hosting von SaaS-Lösungen in einem eigenen Rechenzentrum eingestellt haben, wird SaaS zum Marktanteilsverlust an bestehende oder neue Mitbewerber – einschließlich der Technologieanbieter selbst – führen.
[1] http://www.experton-group.de
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