Web-Sicherheit:
Google ergänzt Security-Angebot um Web-Filter

von Bernd Reder (bernd.reder@networkcomputing.de)

09.05.2008

Immer massiver macht sich Google im Markt IT-Sicherheit breit. Das neueste Angebot der Firma: ein Dienst, der das Filtern von URLs und das Umsetzen von Sicherheitsregeln erlaubt.

»Web Security for Enterprises [1]« heißt der Security-Service, den Google [2], respektive deren Tochtergesellschaft Postini, Unternehmenskunden anbietet. Der Dienst schützt vor Gefahren, die mit dem Surfen im Internet beziehungsweise dem Zugriff auf Firmenanwendungen über das Web verbunden sind.

Web Security for Enterprises schützt in Echtzeit vor Spam und Malware.

Ausgefiltert werden Spyware, Viren und Trojaner, bevor sie von einem Endgerät aus ins Unternehmensnetz gelangen. Diese Prüfläufe erfolgen in Echtzeit. Der Vorteil bei diesem Ansatz ist, dass er nicht auf statischen URL-Listen oder Viren-Mustern beruht, die auf den Endgeräten upgedatet werden müssen.

Außerdem verhindert Web Security for Enterprises, dass – arglose – Anwender auf Web-Seiten zugreifen, die Angreifer für Phishing-Attacken oder das Verbreiten von Schadsoftware eingerichtet haben. Die Adressen solcher Sites werden häufig mit Spam-E-Mails versendet.

Remote-Access abgesichert

Ein Punkt, der Service speziell angeht, ist das Sicherheitsrisiko, das mobile Mitarbeiter mit sich bringen. Vor jedem Zugriff auf das Unternehmensnetz von außen prüft der Dienst, ob das System des Users »clean« ist, also frei von Viren und Schadsoftware.

Wenn sich ein Mitarbeiter über ein öffentliches Netzwerk, etwa von einem Hotel oder einem öffentlichen WLAN-Hotspots aus, ins Corporate Network einklinkt, wird der Datenverkehr automatisch verschlüsselt. Die Installation einer Client-Software auf dem Notebook ist dabei nicht erforderlich.

Der Administrator hat weiterhin die Möglichkeit, Regeln für den Zugang zum Corporate Network vorzugeben. Als Basis dienen beispielsweise File-Typen oder Web-Adressen.

Der Service ist zwischen Web und Nutzer geschaltet. Auch der Zugriff vonRemote-Usern über das Internet auf das Firmennetz wird abgesichert.

Der Sicherheitsservice wird als eigenständiges Angebot vermarktet. Allerdings erhofft sich Google, dass der Dienst auch die Akzeptanz der Online-Collaboration-Plattform Google Apps bei Firmenkunden erhöht. Vor allem bei Anwender aus diesem Umfeld stößt Google Apps auf Bedenken, speziell in puncto Sicherheit.

Web Security for Enterprises kostet in den USA 36 Dollar pro Nutzer. Für mobile Mitarbeiter ist nochmals ein Zuschlag von 12 Dollar monatlich fällig.

[1] http://www.google.com/a/help/intl/en/security/web.html
[2] http://www.google.de/