Schadsoftware:
Kaspersky: Die schlimmsten Schädlinge im Februar
Eine Familie mit 1092 Mitgliedern, ein Schädling, der sich gleich fünf Geldkartensysteme vorknöpft und ein kleiner, gemeiner Windows-Vernichter waren laut Kaspersky Lab im Februar die »Schmankerl« unter den Topp-Viren.
Jeden Monat gibt die IT-Sicherheitsfirma Kaspersky Lab [1] eine Liste heraus, in der die gefährlichsten und »aktivsten« Schädlinge des abgelaufenen Monats aufgeführt sind. Hier die Topp 10 für Februar:
Platz 1. Gierigster Schädling im Bank-Bereich: Trojan-Spy.Win32.Banker.cji richtete im Februar seine Aufmerksamkeit gleichzeitig auf 44 Banken.
Platz 2. Gierigster Schädling für elektronische Geldsysteme: Trojan-Spy.Win32.Banker.iei wurde von seinem Autor für den Angriff auf Kunden von vier elektronischen Geldsystemen zugleich konzipiert.
Platz 3. Gierigster Schädling für Key-Cards: Trojan-Spy.Win32.Banker.ibp ist auf diesem Platz eine Ausnahmeerscheinung. Er greift Kunden von gleich fünf Geldkartensystemen an, was nicht allzu oft vorkommt. Gewöhnlich werden von Vertretern dieser Kategorie nicht mehr als vier Ziele gleichzeitig attackiert.
Platz 4. Der am besten versteckte Schädling: Gleich zehnfach ließ sich Trojan-Dropper.Win32.Small.to von verschiedenen Komprimierungsprogrammen verpacken.
Platz 5. Kleinster Schädling: Kleiner als Trojan.BAT.KillWin.cs mit einer Größe von nur 27 Byte war im Monat Februar kein Schadprogramm. Klein aber gemein: Das Programm vernichtet das Betriebssystem Windows auf der Festplatte.
Die Plätze 6 bis 10
Platz 6. Größter Schädling: Die Familie Haradong, die häufig in dieser Kategorie zu finden ist, setzte sich auch im Februar wieder durch. Die Modifikation Trojan.Win32.Haradong.ct übertraf mit einer Größe von 226 MByte alle anderen Schadprogramme.
Platz 7. Der feindseligste Schädling: Eine der Modifikationen von Backdoor.Win32.Agobot.gen machte die Schutzprogramme von Heimanwendern in großem Maßstab unbrauchbar. Dazu zerstörte sie Dateien auf der Festplatte und Prozesse im Arbeitsspeicher des Computers.
Platz 8. Der in E-Mails am häufigsten anzutreffende Schädling: Zum wiederholten Male nimmt in dieser Kategorie Worm.Win32.Netsky.q den ersten Platz ein. Er war in fast 36 Prozent alle E-Mail mit Malware an Bord zu finden.
Platz 9. Die am weitesten verbreitete Familie unter den Trojanern: Die Familie von Trojan-PSW.Win32.Onlinegames war im Februar besonders aktiv. Von ihr tauchten neue Vertreter in sage und schreibe 1092 Modifikationen auf.
Platz 10. Die am weitesten verbreitete Familie unter Viren und Würmern: Im vergangenen Monat war das Email-Worm.Win32.Warezov, der 30 neue Modifikationen hervorbrachte.
[1] http://www.kaspersky.de/
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