Sicherheitssoftware: Endpoint-Security:
Symantec verschlüsselt Daten auf Festplatten und USB-Sticks
»Symantec Endpoint Encryption« heißt ein Softwarepaket, das Daten auf Festplatten und mobilen Speichermedien wie USB-Sticks und DVDs schützt. Das Programm verschlüsselt die Informationen unter anderem mit einem 256-Bit-Schlüssel.
Im jüngsten Sicherheits-Report von Symantec [1] ist nachzulesen, dass in 46 Prozent aller Fälle, in denen wichtige Daten verloren gingen, der Diebstahl oder Verlust von mobilen Speichermedien die Ursache war. Viele Nutzer speichern Unternehmensinformation auf USB-Sticks, aber auch auf Compact-Flash- oder SD-Karten in PDAs und Smartphones oder transportablen Mini-Festplatten.
Der Diebstahl von Geräten ist die vierhäufigste Ursache von Datenverlusten.
Um den Schaden in Grenzen zu halten, wenn ein solches Gerät abhanden kommt, bietet sich das Verschlüsseln der Daten auf dem mobilen Speicher an. Symantec hat für diesen Zweck »Symantec Endpoint Encryption 6.0« entwickelt.
Wie der Name bereits andeutet, will der Hersteller jedoch nicht nur mobile Systeme absichern, sondern generell »Endpunkte« im Unternehmensnetz. Dazu gehören auch Arbeitsplatzrechner beziehungsweise deren Festplatte.
Versionen für Arbeitsplatz-PCs und mobile Systeme
Entsprechend bietet Symantec drei Versionen von Endpoint Encryption an. Die »Full Disk Edition« verschlüsselt Daten auf Windows-PCs und Notebooks. Mit der Software lassen sich einzelne Dateien oder Verzeichnisse schützen, aber auch komplette Festplatten.
Der Benutzer bekommt von diesem Vorgang nichts mit, sprich das Verschlüsseln läuft transparent ab. Laut Symantec wird der Rechner dadurch nur minimal belastet. Das allerdings behaupten alle Hersteller solcher Produkte. Klarheit kann letztlich nur ein Test bringen.
Bemerkenswert ist die hohe Zahl der Anwender, die den Schaden durch Datenverluste nicht taxieren kann.
Die »Removable Storage Edition« ist für mobile Speicher wie USB-Sticks, DVDs, portable Multimedia-Geräte und Speicherkarten vorgesehen. Die dritte Version vereint die Funktionen der beiden genannten Varianten.
Einbindung in Active Directory
Endpoint Encryption unterstützt die gängigen Verschlüsselungsverfahren, inklusive des Advanced-Encryption-Standards (AES) mit 256-Bit-Keys. Wichtig für Unternehmen, die Microsofts Active-Directory einsetzen: Die Symantec-Software arbeitet mit AD zusammen, das heißt, vorhandene Richtlinien werden übernommen.
Eine Single-Sign-on-Funktion erleichtert das Authentifizieren der User. Es lassen sich für diesen Zweck auch Smartcards einsetzen. Log-Dateien erfassen alle Aktionen von Nutzern und Administratoren. Dies ist wichtig, um die Vorgaben von Sarbanes-Oxley (SOX), Basel II oder HIPAA (Health Insurance Portability and Accountability Act) zu erfüllen.
Billig ist der Schutz der Endgeräte allerdings nicht: Die Vollversion von Endpoint Encryption kostet rund 153 Euro pro Endgerät. Für die Full-Disk- und Removable-Storage-Edition fallen jeweils etwa 102 Euro pro System an.
[1] http://www.symantec.de/
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