IT-Sicherheit:
IT-Manager fürchten am meisten Zero-Day-Angriffe
Nicht Hacker und Spyware bereiten Netzwerkverwalter das größte Kopfzerbrechen. Laut einer Umfrage unter Fachleuten in Europa, Asien und den USA gelten Zero-Day-Attacks als besonders gefährlich.
Die Umfrage führte die Firma Patchlink [1] durch. Sie bietet Software an, mit der Anwender Systeme im Netzwerk auf Sicherheitslücken und fehlende Patches hin untersuchen können.
An die 54 Prozent der Befragten schätzen Zero-Day-Attacks als größte Gefahr für Unternehmensnetze ein. Diese Angriffsform nutzt Sicherheitslücken, für die noch keine Patches bereitstehen.
Laut Charles Kolodgy, einem Forschungsdirektor bei IDC [2], betrifft das Problem Firmen aller Größen. Solche Angriffe abzuwehren, ist seiner Ansicht nach auch deswegen schwierig, weil Cyber-Kriminelle auf den »Faktor Mensch« zählen können.
Angreifer bauen auf den »Menschlichen Faktor«
Trotz aller Warnungen finden sich immer wieder Mitarbeiter, die trotz aller Warnungen Datei-Anhänge von E-Mails öffnen, die von unbekannten Absendern stammen oder die sich auf Web-Seiten mit Schadcode locken lassen.
Hinzu kommt, dass nach wie vor viele IT-Abteilungen unterbesetzt sind. Deshalb können sie nur in unzureichendem Maße Vorkehrungen gegen Zero-Day-Angriffe treffen.
Auf den weiteren Plätzen der »Angst-Skala« landeten mit 35 Prozent Hacker-Attacken und mit 34 Prozent die Besorgnis, dass Spam, Viren und andere Malware Schaden anrichten könnte.
Patches werden schneller eingespielt
Die Furcht vor Angriffen hat auch ihre guten Seiten: Immerhin 29 Prozent der befragten Unternehmen spielen Sicherheits-Patches innerhalb von zwei Stunden ein. Im vergangenen Jahr taten das nur 14 Prozent.
An die 70 Prozent der IT-Fachleute gaben an, dass sie spätestens innerhalb eines Arbeitstages (acht Stunden) Updates vornehmen, im Vergleich zu 39 Prozent im Vorjahr.
[1] http://www.patchlink.com/
[2] http://www.idc.com/
[3] http://www.patchlink.com
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