Apple äußert sich zur Sicherheitslücke in Computerchips: »Alle Mac- und iOS-Geräte sind betroffen«

Apple hat in einer ersten Stellungnahme auf die Sicherheitslücken in Chips reagiert. Demnach sind alle Mac- und iOS-Geräte potenziell gefährdet.

Auch apple-Geräte sind gefährdet (Foto: apple)

»All Mac systems and iOS devices are affected« (Alle Mac- und iOS-Systeme sind betroffen), so das Schreiben von Apple auf die Gefahr von Attacken durch Meltdown und Spectre. Potenziell gefährdet sind alle Apple-Geräte, die mit Chips von Intel oder ARM ausgerüstet sind. Die Apple Watch soll von Meltdown nicht betroffen sein. Somit können Hacker auch bei Apple-Geräten auf Kernel-Bereiche zugreifen, um Passwörter, Kryptoschlüssel oder Programminhalte zu stehlen.

Apple erklärte weiter, dass die Schwachstelle alle modernen Prozessoren betreffen würde und damit unabhängig von Computer-Herstellern oder Betriebssystemen vorliegen würde. Für einen erfolgreichen Angriff sei allerdings die Installation von Schadsoftware nötig, weshalb der Hersteller vor der Installation von unsicheren Apps warnt.

Erste Gegenmaßnahmen sind bereits in den aktuellen Versionen von iOS (11.2), macOS (10.13.2) und tvOS (11.2) vorgenommen worden. Für den Safari-Browser will der Hersteller in den nächsten Tagen Sicherheitsupdates liefern. Weitere Updates für iOS, macOS, tvOS und watchOS sind geplant.

Bezüglich potenzieller Leistungsverluste durch einen Spectre-Schutz für Safari spricht Apple in seiner Stellungnahme von lediglich 2,5 Prozent messbaren Einfluss im JetStream-Benchmark. Im ARES-6-Test hingegen wird Safari durch die Bugfixes hingegen nicht verlangsamt. Die aktuellen Meltdown-Maßnahmen verändern macOS und iOS ebenfalls nicht messbar.