SentinelOne schützt Endpoints mit Verhaltensanalyse und KI: »Klassische AV-Anbieter wollen nur alte Technik am Leben erhalten«

Im umkämpften Security-Markt will SentinelOne mit verhaltensbasierten Technologien und KI punkten. Der Start in der DACH-Region lief gut, doch der Hersteller ist weiterhin auf Partnersuche und lockt unter anderem mit festen MDFs für jeden Partner.

Rainer Richter, Director Central & Eastern Europe bei SentinelOne
(Foto: SentinelOne)

Seit rund einem Jahr ist der 2013 im Silicon Valley gegründete Security-Anbieter SentinelOne in der DACH-Region aktiv und seitdem gut gewachsen. »Ich bin schon seit 20 Jahren in der Security-Branche, aber so schnell ist es noch nie gegangen, Partner und Kunden zu gewinnen«, berichtet Rainer Richter, der seit Februar die hiesigen Channel-Aktivitäten leitet. Dabei geholfen hat die wachsende Malware-Flut, die viele kleine und mittelständische Unternehmen verunsichert und der der Hersteller mit verhaltensbasierten Technologien und KI zu Leibe rückt.

Die Endpoint Protection von Sentinel One soll den kompletten Threat Lifecycle abdecken: Dateien werden bereits vor der Ausführung mittels Blacklists und Whitelists klassifiziert, zudem überprüft ein File Inspector unbekannte Dateien auf typische Malware-Merkmale und verbessert sich dank Machine Learning stetig. Werden Dateien ausgeführt, wachen verhaltensbasierte Mechanismen über alle Aktionen und können diese bei Bedarf stoppen. Anschließend werden die Auswirkungen beseitigt und die gewonnenen Erkenntnisse fließen in Blacklists und Whitelists sowie den File Inspector ein. Das alles bietet laut Richter einen besseren Schutz als althergebrachte Antivirentechnologien. »Die klassischen AV-Anbieter docken doch nur neue Technik an, um ihre alte Technik am Leben zu erhalten«, kritisiert er.

SentinelOne hat zwar einige Enterprise-Kunden, der größte schützt eine Infrastruktur mit 450.000 Endpoints mit der Lösung, doch der Fokus liegt auf dem Mittelstand. Daher werden in erster Linie auch mittelständische Partner gesucht. Denen bietet der Hersteller neben den üblichen Discounts und einem zusätzlichen Nachlass von 15 Prozent bei Deal-Registrierung auch Marketing Development Funds. »Wir haben da für jeden Partner ein festes Budget – es muss nur abgerufen werden«, betont Richter, dem zufolge die Gelder vor allem für Breakfast Meetings und Afterwork Seminare eingesetzt werden sollen. Damit sei man sehr erfolgreich, ein Partner habe letztens mit einem solchen Event gleich sieben Projekte auf einen Schlag generiert.