Terrorgefahr durch das Hacking von Autos: Autos als Waffen

Die digitale Vernetzung von Autos schreitet voran. Doch Wissenschaftler warnen eindrücklich davor, dass Autos als ferngesteuerte Waffen für Terrorattacken eingesetzt werden könnten.

Hacker (Foto: fotolia)

Vor einem Jahr amüsierte das IT-Magazin Wired mit einem Video über das erfolgreiche Wireless-Hacking eines Jeep Cherokee die Youtube-Community. Redakteur Andy Greenberg wurde im Auto eingesperrt, mit voller Radiolautstärke beschallt, auf dem Highway abgestellt und schließlich in den Graben manövriert. Das Besondere dabei, der Hack erfolgte kabellos aus einer weit entfernten Wohnung. Dieser Test deckt sich mit der Befürchtung vieler Experten, dass das Gefahrenrisiko durch gehackte Autos, die als Waffen im Straßenverkehr gegen Zivilisten eingesetzt werden könnten, stetig steigt.

Wie Stefan Voigt von der Universität Hamburg Mitte November auf der Tagung des »Deutschen Historischen Instituts Paris« zum Ausnahmezustand verdeutlichte, hat gerade die Ausweitung staatlicher Sicherheitsmaßnahmen in den letzten Jahren zu einem Wandel terroristischer Attacken von »hightech« zu »lowtech« geführt. Der Einsatz von LKWs oder Transportern bei den Terroranschlägen in Berlin, Nizza oder London zeige, dass Terroranschläge zunehmend mit sinkendem Planungsaufwand und mit möglichst einfachen Mitteln durchgeführt werden. Dass hierbei gehackte Autos zum Einsatz kommen könnten, werten internationale Experten als realistisch, da Autos ihrer Ansicht nach aus Kostengründen über viel zu geringe Sicherheitsstandards verfügen.

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