Fokus auf Abwehr von Cyberangriffen: Symantec verkauft Zertifikate-Business

Symantec trennt sich von seinem Geschäft mit Zertifikaten und PKI-Lösungen. Die Sparte hatte zuletzt häufiger für Ärger gesorgt und geht an den Konkurrenten Digicert, der zur Nummer zwei im Markt aufsteigt.

Symantec-Zentrale in Mountain View, Kalifornien
(Foto: CC0 Public Domain)

Symantec hat angekündigt, seine Sparte für Website-Security und PKI-Lösungen an den Konkurrenten Digicert zu verkaufen. Dieser zahlt 950 Millionen US-Dollar und tritt 30 Prozent seiner Unternehmensanteile an Symantec ab, das sich CEO Greg Clark zufolge stärker auf Enterprise-Sicherheitslösungen aus der Cloud konzentrieren will. Den Kunden versprach Clark einen »nahtlosen Übergang« zu Digicert.

Digicert steigt mit der Übernahme, die bis Jahresende abgeschlossen werden soll, zur Nummer zwei im Markt auf, hinter Comodo. Das Unternehmen beschäftigt dann inklusive des von Symantec kommenden Teams mehr als 1.000 Mitarbeiter. Die Zentrale soll, auch wenn die Symantec-Mitarbeiter bislang nicht dort arbeiten, in Lehi, Utah verbleiben. »Wir freuen uns über die Chancen, die vor uns liegen, und werden auf einen reibungslosen Übergang für die Kunden und die Mitarbeiter des Website Security Business von Symantec hinarbeiten«, kündigte CEO John Merrill an.

Symantec hatte das Zertifikate-Geschäft vor sieben Jahren von Verisign gekauft, zuletzt aber immer wieder Ärger damit. Vor allem Google fühlte sich vor den Kopf gestoßen, als herauskam, dass intern zu Testzwecken unter anderem Zertifikate für google.com ausgestellt wurden. Der Suchmaschinenbetreiber mahnte mehr Transparenz an und drohte, Symantec-Zertifikate in Chrome herabzustufen.

Übersicht