Venture Capital Fonds mit 100 Millionen Dollar: Trend Micro fördert Startups

Der Sicherheitsanbieter will sich bereits in einer frühen Phase an innovativen Unternehmen beteiligen. Er bietet ihnen nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern auch Zugang zu Bedrohungsinformationen und seinem Partnernetzwerk.

(Foto: Sergey Nivens)

Trend Micro hat einen Venture Capital Fonds gegründet, der zunächst mit 100 Millionen Dollar gefüllt ist. Über diesen will sich der Sicherheitsspezialist an Technologie-Startups beteiligen, die in wachstumsstarken Märkten wie dem IoT unterwegs sind. Ihnen bietet man nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern auch Zugang zu Bedrohungsinformationen, strategischen Allianzen und einem Netzwerk mit mehr als 28.000 Partnern. Im Gegenzug erhofft sich Trend Micro frühe Einblicke in zukünftige Ökosysteme, neue Geschäftsmodelle und noch nicht besetzte Marktsegmente.

Die Erkenntnisse sollen in die strategischen Planungen von Trend Micro und die Entwicklung der IT-Sicherheitslösungen des Herstellers einfließen. Man sei nach 72 rentablen Quartalen in Folge finanziell gut aufgestellt, um in Startups zu investieren und bei Bedarf neue Geschäftsbereiche zu gründen, ohne das Kerngeschäft zu vernachlässigen, heißt es bei dem Unternehmen.

Bereits in den vergangenen Monaten hatte Trend Micro seinen Fokus auf IoT-Themen gerichtet. Der Hersteller ging gemeinsam mit neuen Partnern, die nicht aus der IT-Security kommen, gezielt einzelne Verticals an, um gemeinsam für diese Sicherheitslösungen zu entwickeln. Es gebe viele Branchen, in denen Security noch keine große Rolle spielt, hatte der deutsche Channel-Chef Martin Ninnemann im Gespräch mit CRN erklärt. Auch an einer speziellen Sicherheitsplattform für das IoT arbeitet der Hersteller derzeit. Über seinen Venture Capital Fonds und die Zusammenarbeit mit innovativen Unternehmen in diesem Bereich kann er diese besser an die Anforderungen des Marktes anpassen und weiterentwickeln. Man habe noch viel Arbeit vor sich, um sicherzustellen, dass Unternehmen und Personen im IoT sicher sind, sagte Eva Chen, Gründerin und CEO von Trend Micro.

»Wir blicken auf eine 29-jährige Geschichte zurück, in der wir immer wieder erfolgreich technologische Trends vorausgesehen haben, um sämtliche Umgebungstypen wirksam abzusichern«, so Chen. Das Wachstum des PC-Marktes sei zeitig erkannt und der Fokus auf Endpunkt-Sicherheit gerichtet worden, und auch auf Cloud-Sicherheit habe Trend Micro früh gesetzt. »Wir glauben, dass die nächste große Welle das IoT ist. Unser Fonds wird uns dabei helfen, diese Gelegenheit zu nutzen.«