Vom Piraten zum Security-Experten: Johnny Depp spielt John McAfee

Die Macher des Films »King of the Jungle« über den exzentrischen Antiviren-Pionier John McAfee haben mit Johnny Depp eine genauso hochkarätige wie passende Besetzung für die Hauptrolle gefunden.

(Foto: John McAfee, Twitter)

Der Plan zur Verfilmung der skurrilen Lebensgeschichte von John McAfee nimmt Gestalt an. Die beiden Regisseure des Streifens »King of the Jungle«, Glenn Ficarra und John Requa, konnten sich laut Berichten amerikanischer Medien wie dem Hollywood Reporter jetzt eine hochkarätige Besetzung für die Hauptrolle sichern. Demnach wird niemand geringeres als der Hollywoodstar Johnny Depp den umstrittenen Unternehmer darstellen. Eine sehr treffende Wahl, ist Depp doch sowohl für zahlreiche skurille Filmrollen wie Captain Jack Sparrow oder Edward mit den Scherenhänden, aber auch für seinen eigenen exzentrischen Lebensstil bekannt. Wann der Film in die Kinos kommen soll, ist bisher allerdings noch nicht bekannt.

Der in Großbritannien geborene und in den USA aufgewachsene John McAfee hatte nach einem Technologiestudium und Beschäftigungen bei zahlreichen großen Firmen wie General Electric, IBM, Siemens, Lockheed Martin und Xerox 1987 mit McAfee einen der ersten Anbieter von Security-Software gegründet. Seit er sich 1994 aus der Firma zurückgezogen und drei Jahre später seine Anteile verkauft hat, macht er immer wieder durch allerlei verschrobene Eskapaden von sich Reden. So zog er etwa in den 90er Jahren in ein abgelegenes Städtchen im Dschungel des nordamerikanischen Küstenstaats Belize, worauf sich auch der Titel des Films (König des Dschungels) bezieht. Dort soll er unter anderem wilde Orgien gefeiert und allerlei Waffen gesammelt haben.

2012 wurde erst sein Haus durchsucht, weil die Behörden ihn des unerlaubten Waffenbesitzes und der Herstellung von Drogen verdächtigten, wofür die Einsatzkräfte jedoch keine Beweise fanden. Als dann wenige Monate später sein Nachbar ermordet wurde und er als Zeuge vernommen werden sollte, setzte sich McAfee zuerst in den Dschungel und dann nach Guatemala ab, beteuerte jedoch seine Unschuld. Ein halbes Jahr später brannte sein Haus in Belize dann unter ungeklärten Umständen ab. Da Guatemala sein Asylgesuch wegen angeblicher politischer Verfolgung in Belize ablehnte, wurde McAfee mit seinem Einverständnis schließlich in die USA ausgeliefert. Dort ließ er sich dann im vergangenen Jahr als Kandidat einer selbst gegründeten »Cyber-Partei« für die Präsidentenwahl in den USA registrieren.