Gastkommentar: Auf Nummer sicher beim Drucken

Ein ganzheitliches Security-Konzept muss auch die Drucker im Unternehmen berücksichtigen. Dabei kommt es nicht nur auf Verschlüsselung an, wie Lexmark-Deutschland-Chef Hartmut Rottstedt erklärt, sondern auch auf den Umgang mit Ausdrucken.

Hartmut Rottstedt, Geschäftsführer bei Lexmark Deutschland
(Foto: Lexmark)

Drucker sind heute nicht mehr einfach nur Drucker. Moderne Drucker und intelligente Multifunktionsgeräte (MFPs) sind vernetzt, fungieren als zentraler Dreh- und Angelpunkt bei der Dokumentenverwaltung und verarbeiten mehr Daten als je zuvor. Dies macht sie nicht nur für Unternehmen wertvoller, sondern auch interessant für Hacker, Datendiebe und Cyber-Kriminelle. Basierend auf neuesten Analysen haben Cyber-Angriffe auf Drucker das Potenzial, zu einem der fünf größten IT-Risiken des Jahres 2017 zu werden. Relativ geräuschlos haben die Druckerhersteller in den letzten Jahren ihre Geräte aufgerüstet und mit modernster Technologie gegen Cyber-Attacken sicher gemacht. Dabei wird vor allem auf eine konsequente Verschlüsselung und Netzwerksicherheit, aber auch auf zertifizierte Drittanbieter-Software gegen Schadsoftware und Überwachungslösungen gesetzt. Das ist gut und sinnvoll.

Doch bringt die beste Verschlüsselung und Software nichts, wenn eine nicht unerhebliche Gefahr von innen kommt. Die Sicherheitskette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied: der Nutzer. Laut einer aktuellen Untersuchung vergisst ein Viertel aller Mitarbeiter ihre Ausdrucke im Drucker. Ein Fünftel nimmt – meist versehentlich – nicht für sie bestimmte Ausdrucke mit. Vergessene Ausdrucke in der Druckerablage haben bei 90 Prozent aller europäischen Unternehmen schon mal dazu geführt haben, dass vertraulichen Daten frei zugänglich waren. Je mobiler unser Büro wird, je mehr wir »on the go« arbeiten und drucken, desto wichtiger wird es, Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. Dazu gehören Benutzer-Authentifizierungen für Drucker, Überwachungsprotokolle und sichere Cloud-Print-Lösungen für Ausdrucke via Smartphone. Jedoch gilt es ganz besonders, die eigenen Mitarbeiter über die internen Gefahren aufzuklären, zu sensibilisieren und verbindliche Drucker-Richtlinien einzuführen. Es ist der ganzheitliche Ansatz, der zum optimalen Schutz von Netzwerkdruckern und Unternehmensdaten führt.