Forschungsbericht zur Phototoxizität: Augenschäden durch LED-Lampen

Ein französisches Forscherteam hat bei Experimenten nachgewiesen, dass das Licht von LED-Lampen dem Auge nachhaltig schaden kann.

(Foto: flywish - Fotolia)

Das französische Institut für Gesundheit und Medizinforschung Inserm warnt vor bislang unterschätzten Gefahren durch LED-Lampen. Die Wissenschaftler haben in einem Experiment zur Phototoxizität verschiedener Lichtquellen drei getrennte Gruppen von Ratten für 24 Stunden dem Licht aus LED-Lampen, Glühbirnen und Kaltkathodenlampen (Leuchtstoffröhren) ausgesetzt und anschließend untersucht, inwieweit dadurch Veränderungen und Schäden an den Augen der Tiere verursacht werden. Dabei stellten sie fest, dass bei einer hohen Lichtintensität von 6000 Lux alle drei Lampenarten zu erheblichen Entzündungen in den Augen führen, die einen Zelltod (Apoptose) zur Folge haben. Anschließend wurde das Experiment mit einer geringeren Lichtintensität von 500 Lux wiederholt, die in etwa einer normal hellen Zimmerbeleuchtung entspricht. Dieses Mal waren von den negativen Auswirkungen nur noch die Ratten betroffen, bei denen das Licht von LED-Lampen erzeugt wurde.

Die Wissenschaftler gehen in einer ersten Beurteilung ihrer Ergebnisse davon aus, dass sich die so festgestellten Schäden auch auf das menschliche Auge übertragen lassen. Die beobachtete negative Wirkung des LED-Lichts auf das Auge führt im Endeffekt zu einer beschleunigten Makuladegeneration, wie sie auch natürlich mit zunehmendem Alter auftritt. Da der Prozess nicht reversibel ist, hinterlässt er bleibende Schäden an der Netzhaut und kann über einen kontinuierlichen Verlust der Sehschärfe bis hin zur Erblindung führen. Als Ursache für diesen schädigenden Effekt auf die Augen vermuten die Forscher das blaue Licht, das in LED-Lampen mit gelbem Licht vermischt wird, um so weißes Licht zu erzeugen. Jetzt will das Forscherteam weitere Experimente durchführen, um diese unsichtbare Gefahr im LED-Licht weiter zu erforschen.

Kommentare (2) Alle Kommentare

Antwort von Michael Fuchs , 07:54 Uhr

Also ich finde die Daten nicht schlüssig und verständlich und bin da sehr skeptisch.

Lt. Wikipedia hat ein heller Sonnentag 100.000 lx und ein bedeckter Sommertag 20.000 lx.

Dabei ist auch ein entsprechend intensiver Blauanteil.

Warum jetzt 6000 lx selbst bei einer Glühbirne, die ja eher weniger Blauanteil hat, bereits nach 24h messbare Schäden verursachen soll ist mir so nicht nachvollziehbar.

Daß LED Licht mit seinem Spektrum sehr wohl Einfluß auf unsere Psyche nehmen kann ist wohl schon eher bekannt.

M. Fuchs

Antwort von Günther Holzhofer , 21:33 Uhr

Selten so einen Unsinn gehört. Tageslicht beinhaltet weitaus mehr "blau" im Spektrum als die meisten LED Leuchtmittel.

6000 lux - 24h lang,.. das hält kein Säugetier aus ohne Schaden.

Was sollte mit dem Test bezweckt werden? Simple Panikmache - oder pure Strategie?

Günther Holzhofer