Video zeigt neuen Tesla-Hack: So leicht wird der Tesla zum ferngesteuerten Auto

Chinesischen Sicherheitsexperten ist es gelungen, einen Tesla Model S durch einen Remote-Hack so zu manipulieren, dass sie das Fahrzeug in wesentlichen Funktionen fernsteuern konnten.

(Foto: Keen Security Lab, Youtube)

Während die Automobilindustrie trotz aller Pannen wie Teslas unausgereiftem Autopiloten und diversen Hacks der Sicherheitssysteme nicht müde wird, die Vorzüge vernetzter Autos anzupreisen, verhallen die Warnungen der Sicherheitsexperten über die enormen Gefahren der zahlreichen Insellösungen und der daraus resultierenden Risiken noch immer meist ungehört. Daran wird wohl auch der neueste Coup der Forscher des chinesischen Keen Security Lab nicht viel ändern können. In einem Video zeigen Mitarbeiter des Security-Anbieters eindrucksvoll, wie schnell sich das Tesla Model S ohne physischen Zugriff auf das Auto hacken lässt, um es beispielsweise zu klauen, den Besitzer zu erpressen oder sogar Unfälle herbeizuführen. Über eine Schwachstelle im CAN-Bus gelingt es ihnen, binnen Sekunden von außen die Kontrolle über zahlreiche Funktionen des Fahrzeugs zu übernehmen. Neben Spielereien wie der Steuerung einzelner Komponenten vom Scheibenwischer bis zum Sonnendach lassen sich damit auch ernsthafte Gefahrensituationen erzeugen. So führen sie in dem Video etwa vor, dass sich die Bremsen des einmal gehackten Autos anschließend selbst aus einem kilometerweit entfernten Büro steuern lassen. Zudem gelingt es ihnen, die Bildschirme im digitalen Cockpit zu sperren, so dass der Fahrer keine Eingriffsmöglichkeiten mehr hat und auch keine Fahrdaten wie die aktuelle Geschwindigkeit mehr erhält. Keen Security geht davon aus, dass die Schwachstelle auch in anderen Tesla-Modellen vorhanden ist und hat den Hersteller nach eigenen Angaben bereits detailliert darüber informiert, damit er sie mit einem Softwareupdate beheben kann.

So leicht wird der Tesla zum ferngesteuerten Geisterauto: